Nach mehreren Schießereien im Zusammenhang mit Drogenhandel wird die Polizei ihre Präsenz in Brüssel verstärken. In den vergangenen Tagen eröffneten Bewaffnete wiederholt das Feuer in der belgischen Hauptstadt und verletzten mehrere Menschen. Auch eine Polizeiwache wurde bei diesem jüngsten Gewaltausbruch angegriffen.
Nach einer Dringlichkeitssitzung lokaler und nationaler Behörden wurde die Entsendung von 40 zusätzlichen Polizeibeamten angekündigt. Zudem werden Einsatzkräfte in die am stärksten betroffenen Viertel verlegt und mobile Kameras installiert, um die Identifizierung und Festnahme der Täter zu erleichtern.
Der Innenminister spricht von einem „nationalen Notstand“.
„Wir befinden uns in einem nationalen Notstand“, erklärte der belgische Innenminister Bernard Quintin. Er ist der Ansicht, dass der Kampf gegen das organisierte Verbrechen für alle Behörden und Regierungsebenen des Landes absolute Priorität haben muss.
Belgien ist einer der wichtigsten Umschlagplätze für Drogen nach Europa, insbesondere über den Hafen von Antwerpen. Seit Jahren nehmen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Netzwerken um die Kontrolle von Verkaufsstellen zu. Diese Eskalation schürt wachsende Besorgnis in Brüssel, wo auch die wichtigsten Institutionen der Europäischen Union ihren Sitz haben.
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