Am Freitag, dem 14. August, wurden drei Menschen bei zwei Explosionen infolge eines Gaslecks in einem Gebäude im Zentrum von Brüssel schwer verletzt. Bei den Opfern handelte es sich um zwei Angestellte des Energieunternehmens Sibelga und einen Feuerwehrmann, der zur Sicherung des Gebäudes ausgerückt war. Sie wurden hauptsächlich wegen Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.
Das Leck ereignete sich Berichten zufolge gegen 11:30 Uhr während Arbeiten zur Verlegung von Glasfaserkabeln. Ersten Meldungen zufolge bohrte ein Unternehmen zu tief und beschädigte eine Niederdruckgasleitung. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa hundert Personen in dem Gebäude, in dem unter anderem der Einheitliche Abwicklungsausschuss (SRB) untergebracht ist, die für die Abwicklung europäischer Banken zuständige Behörde.
Vor den Explosionen wurden etwa hundert Menschen evakuiert.
Das Gebäude wurde vor der ersten Explosion, die gegen 13:30 Uhr zu hören war, evakuiert. Eine zweite, stärkere Explosion erschütterte daraufhin benachbarte Gebäude. Laut Sibelga ereigneten sich die Explosionen nicht direkt an der beschädigten Pipeline, sondern im Inneren des Gebäudes, wo sich offenbar Gas angesammelt hatte. Diese vorsorgliche Evakuierung verhinderte vermutlich eine deutlich höhere Zahl an Todesopfern.
Im Bereich nahe des Hauptbahnhofs wurde ein großflächiger Sicherheitsbereich eingerichtet, was zu Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr führte. Nachdem die Pipeline durchtrennt worden war, setzten Techniker ihre Untersuchungen fort, während der Zivilschutz die Stabilität des Gebäudes prüfte. Ein Experte wird am Samstag erwartet, um die genaue Explosionsursache zu ermitteln. Die Ermittlungen wurden der Arbeitsinspektion übertragen, die für Verstöße gegen die Arbeitssicherheit zuständig ist.
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