MONDE Europa

Der Eurovision Song Contest ist nun Ländern im Kriegszustand von der Ausrichtung des Wettbewerbs ausgeschlossen.

Der Eurovision Song Contest ist nun Ländern im Kriegszustand von der Ausrichtung des Wettbewerbs ausgeschlossen.
Der Eurovision Song Contest ist nun Ländern im Kriegszustand von der Ausrichtung des Wettbewerbs ausgeschlossen.

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat die Regeln des Eurovision Song Contest geändert, um zu verhindern, dass Länder in bewaffneten Konflikten den Wettbewerb ausrichten. Traditionell berechtigt der Sieg dem nationalen Sender zur Ausrichtung des Folgejahres. Diese Regel wird nun außer Kraft gesetzt, wenn die Sicherheit oder Stabilität des Landes nicht gewährleistet werden kann. Die neuen Regeln legen außerdem fest, dass Sender, deren Land sich in einer „sensiblen geopolitischen Lage“ befindet, die den Wettbewerb gefährden könnte, nicht teilnahmeberechtigt sind. Die EBU kann eine unabhängige Risikobewertung für das betreffende Land oder dessen unmittelbare Region anfordern.

Israel und die Ukraine sind direkt betroffen

Sollte Israel eine zukünftige Ausgabe des Eurovision Song Contest gewinnen, könnte der Wettbewerb nicht auf israelischem Territorium stattfinden, solange der Konflikt im Gazastreifen die Sicherheitslage beeinträchtigt. Dieselbe Regel würde aufgrund des Krieges mit Russland auch für die Ukraine gelten. Der Ukraine war nach ihrem Sieg 2022 bereits die Ausrichtung des Eurovision Song Contest verweigert worden. Die EBU vergab die Ausgabe 2023 daraufhin an das Vereinigte Königreich, das den Wettbewerb in Liverpool ausrichtete. Die 2026 verabschiedete Regeländerung verankert diese Möglichkeit nun offiziell im Reglement.

Bulgarien wird die Ausgabe 2027 ausrichten.

Bulgarien gewann den Eurovision Song Contest 2026 dank Dara und ihrem Lied „Bangaranga “, das 516 Punkte erhielt. Die Künstlerin führte sowohl die Publikums- als auch die Jurywertung an. Israel belegte mit Noam Bettan und 343 Punkten den zweiten Platz, vor Finnland, das mit 227 Punkten Dritter wurde. Frankreichs Vertreterin, Monroe, landete mit 158 ​​Punkten auf dem elften Platz. Die Wiener Ausgabe war von Kontroversen um die israelische Teilnahme und einem Boykott durch fünf Länder überschattet: Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island.

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