Hunderte Asylsuchende wurden in den vergangenen Tagen von der griechischen Polizei vor der Küste Kretas gerettet. Die Behörden haben beschlossen, diese Migranten in Aufnahmezentren auf den Inseln Lesbos und Samos in der nördlichen Ägäis zu verlegen. Das griechische Migrationsministerium versichert, dass diese Maßnahme verhältnismäßig sei und betont den vorübergehenden Charakter der Verlegungen.
Unterbringungskapazität unter Druck
Diese Entscheidung löst jedoch Besorgnis bei den lokalen Behörden der beiden Inseln aus. Die Verantwortlichen in Lesbos und Samos bezweifeln ihre Kapazität, die vielen Neuankömmlinge aufzunehmen. Sie befürchten, dass die bestehende Infrastruktur durch den zusätzlichen Zustrom überlastet sein wird.
Athen beteuert, die Lage sei weiterhin unter Kontrolle und die Verlegungen seien eine vorübergehende Lösung. Die Aufnahmezentren drohen jedoch überfüllt zu werden, wenn die Ankünfte in diesem Tempo anhalten. Griechenland bleibt eines der wichtigsten Einreiseländer für Migranten in die Europäische Union, mit regelmäßigen Zuwanderungsströmen aus der Türkei und Libyen.
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