Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama, eine Avantgarde-Figur mit dem Spitznamen „Königin der Polka Dots“, starb am 14. August in einem Krankenhaus in Tokio, wie ihr Unternehmen am Donnerstag, dem 27. August, mitteilte, was eine Welle internationaler Beileidsbekundungen auslöste.
Kindheitshalluzinationen wurden in ein globales Werk verwandelt
Yayoi Kusama, 1929 in eine wohlhabende Familie geboren, begann im Alter von zehn Jahren mit der Malerei ihrer charakteristischen Motive, nachdem sie unter visuellen Halluzinationen litt, die ihr Sichtfeld beherrschten. „Eines Tages, nachdem ich eine Tischdecke mit einem roten Blumenmuster auf einem Schreibtisch gesehen hatte, sah ich dasselbe Muster überall – an der Decke, den Fenstern und den Säulen“, schrieb sie in ihrer Autobiografie. Unverwechselbar durch ihre leuchtend rote Perücke und ihre gepunkteten Outfits, verwandelte sie diesen Kampf mit der psychischen Erkrankung in eine weltweit anerkannte künstlerische Sprache.
Nachdem sie sich Ende der 1950er Jahre in New York niedergelassen hatte, verkehrte sie mit der Avantgarde-Szene und Künstlern wie Andy Warhol, bevor sie ihre immersiven Installationen mit dem Namen Infinity Mirror Rooms entwickelte, die die Besucher in einen Raum aus Spiegeln und Lichtern eintauchen lassen und so eine Illusion von Unendlichkeit erzeugen.
Eine Werkstatt in der Nähe des Krankenhauses, in der sie freiwillig lebte
Nach ihrer Rückkehr nach Japan im Jahr 1973 entschied sich Yayoi Kusama für einen freiwilligen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik in Tokio, während sie in einem nahegelegenen Atelier weiterhin täglich künstlerisch tätig war. Ihr Unternehmen würdigte ihre international gefeierte Karriere als wegweisende Avantgarde-Künstlerin, deren Schaffen bildende Kunst, Performance, Prosa und Lyrik umfasste, und bekräftigte damit ihr Engagement, durch ihre Kunst weiterhin Menschen weltweit Hoffnung und Kraft zu schenken.
Seine Werke sind heute in den Sammlungen der größten Museen der Welt vertreten, vom MoMA in New York bis zum Centre Pompidou in Paris, und seine Installationen gehören zu den meistbesuchten der zeitgenössischen Kunst weltweit.
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