MONDE

Washington streicht Syrien nach 47 Jahren von seiner Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus.

Washington streicht Syrien nach 47 Jahren von seiner Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus.
Washington streicht Syrien nach 47 Jahren von seiner Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus.

Die Vereinigten Staaten haben Syrien offiziell von ihrer Liste der staatlichen Sponsoren des Terrorismus gestrichen und damit nach ihren Angaben die letzten großen Hindernisse für private Investitionen und die Wiedereingliederung des Landes in die Weltwirtschaft beseitigt.

Die am Montag, dem 25. August 2026, verkündete Entscheidung beendet eine seit 1979 bestehende Sanktionsliste. US-Außenminister Marco Rubio begründete die Streichung mit den „positiven Maßnahmen“ der syrischen Regierung, sich von Akten des internationalen Terrorismus zu distanzieren. Sein Amtskollege im US-Finanzministerium, Scott Bessent, erklärte, diese Maßnahme werde „zusätzliche Investitionen in Syrien fördern, um die politische und wirtschaftliche Stabilität zu stärken“.

Syrien stand 47 Jahre lang auf dieser Liste. Nach der Streichung befinden sich nur noch drei Länder auf der Liste: Kuba, Nordkorea und Iran. Die Aufnahme in die Liste zieht Finanzsanktionen, Beschränkungen der US-amerikanischen Entwicklungshilfe sowie des Exports und Verkaufs von Rüstungsgütern nach sich und kann Staaten oder Unternehmen bestrafen, die mit dem betroffenen Land Handel treiben.

Die Trump-Regierung entschied sich für die neue syrische Führung unter Ahmed al-Sharaa, einem ehemaligen islamistischen Kämpfer, auf dessen Ergreifung Washington einst ein Kopfgeld ausgesetzt hatte. Seine Gruppe, Hayat Tahrir al-Sham (HTS), ehemals bekannt als al-Nusra-Front und bis 2016 mit al-Qaida verbunden, wurde ebenfalls von der US-Liste globaler Terrororganisationen gestrichen. Dieselbe HTS führte die Rebellenoffensive an, die Ende 2024 zum Sturz von Baschar al-Assad führte, und dominiert nun die von Sharaa geführte Übergangsregierung.

Der syrische Außenminister Asaad Hassan al-Shaibani begrüßte dies als einen „historischen Schritt“ und versprach laut der offiziellen Nachrichtenagentur SANA, „weiterhin daran zu arbeiten, die Auswirkungen der Isolation zu beseitigen und ein Umfeld zu schaffen, das auf Transparenz, gegenseitigen Interessen und Respekt basiert“.

Washington hofft, Syrien eher in seinen Einflussbereich als in den Russlands oder Chinas zu binden. Die Risiken bleiben jedoch beträchtlich: Das Land ist alles andere als sicher, hat noch keine repräsentative Regierung und steht im Zentrum der eskalierenden Spannungen zwischen Israel und der Türkei. Die Maßnahme wurde erstmals im Juli angekündigt und am Montag formalisiert. Rubio erklärte, sie werde den Syrern „einen Weg zum Wohlstand“ eröffnen.

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