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Schweden will russisches Land in der Nähe eines strategischen Marinestützpunkts enteignen.

Schweden will russisches Land in der Nähe eines strategischen Marinestützpunkts enteignen.
Schweden will russisches Land in der Nähe eines strategischen Marinestützpunkts enteignen.

Das schwedische Militär hat die Regierung um die Enteignung eines Grundstücks eines russischen Staatsbürgers in der Nähe des Marinestützpunkts Muskö im Stockholmer Schärengarten gebeten. Die von russischen Drohnen ausgehende Bedrohung dient als Hauptbegründung.

Der Antrag ist offiziell: Die schwedischen Streitkräfte haben bei der Regierung einen Antrag auf Enteignung eines Grundstücks an der Küste, unweit des Marinestützpunkts Muskö, gestellt. Das als strategisch wichtig eingestufte Gelände liegt im Stockholmer Schärengarten.

Schwedischen Medienberichten zufolge lässt sich ein Geschäftsmann mit Verbindungen zum russischen Staat dort ein Luxusanwesen errichten. Seine Ehefrau, die die russisch-schwedische Staatsbürgerschaft besitzt, ist jedoch seit 2017 als eingetragene Eigentümerin registriert. Der aktuelle Aufenthaltsstatus des Geschäftsmanns in Schweden ist unbekannt.

In ihrer Erklärung begründet die Armee ihr Vorgehen mit der „Bedrohung durch russische Drohnen und der Landbesitzsituation“. Sie führt aus, dass der Standort „einzigartige Bedingungen zur Stärkung der Verteidigung des Marinestützpunkts Muskö, insbesondere gegen Drohnen“, biete. Laut Armee habe Russlands Entwicklung der Drohnenkriegsführung „die Bedrohungslage für Schweden verändert“.

Generalstabschef Carl-Johan Edström erklärte, Schweden erlebe „die schwerste Sicherheitslage seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs“. Verteidigungsminister Pål Jonson betonte seinerseits, es sei notwendig, „sicherzustellen, dass niemand Einblick in das Gelände erhält oder sich einen taktischen Vorteil verschaffen kann“.

Der öffentlich-rechtliche Sender SVT bezeichnet das Anwesen als „einen Dorn im Auge der Streitkräfte“. Schweden trat vor zwei Jahren der NATO bei und beendete damit zwei Jahrhunderte militärischer Blockfreiheit als Reaktion auf Russlands großangelegten Einmarsch in die Ukraine.

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