Das Wirtschaftsprogramm des Rassemblement National wirft bei den Wirtschaftsführern, die sich zum Treffen der französischen Wirtschaftselite in Roland-Garros versammelt haben, Fragen und Bedenken auf. Marine Le Pen wird ihre Vorschläge am Donnerstag dem französischen Wirtschaftsverband Medef zusammen mit sechs weiteren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2027 vorstellen.
Mehrere Wirtschaftsführer äußern besondere Besorgnis über die Auswirkungen der Einwanderungspolitik der Nationalen Réalisateur-Partei auf die Anwerbung und Bindung ausländischer Arbeitskräfte. In Branchen mit Arbeitskräftemangel könnte die Unsicherheit bezüglich der Verlängerung von Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Andere befürchten eine Bevorzugung bestimmter Bevölkerungsgruppen, die den Handel und den Zugang zu bestimmten Märkten einschränken könnte.
Ein Wirtschaftsprogramm, das noch immer als zu vage gilt
Die Vorschläge des Rassemblement National zu Renten und öffentlichen Ausgaben stoßen ebenfalls auf Skepsis. Ein Versicherungsmanager bezeichnet sie sogar als „linkes Wirtschaftsprogramm“, insbesondere wegen des vorgeschlagenen Renteneintrittsalters von 60 Jahren, obwohl die Partei ihre Position zu diesem Thema noch nicht offiziell festgelegt hat. „Im Moment ist alles sehr unklar“, resümiert er.
Trotz dieser Vorbehalte erkennen einige Wirtschaftsführer an, dass der Rassemblement National zu einem wichtigen Akteur im politischen Diskurs geworden ist. Seit den Parlamentswahlen 2024 bemüht sich die Partei, das Vertrauen der Wirtschaft zurückzugewinnen und die Glaubwürdigkeit ihres Programms zu stärken. Ihre Präsentation vor dem französischen Wirtschaftsverband Medef wird daher genau beobachtet werden, da die Wirtschaftsführer nun konkrete, durchgerechnete Vorschläge erwarten.
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