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Paris: Prozess gegen Autofahrer nach Auseinandersetzung mit Radfahrer auf November verschoben

Paris: Prozess gegen Autofahrer nach Auseinandersetzung mit Radfahrer auf November verschoben
Paris: Prozess gegen Autofahrer nach Auseinandersetzung mit Radfahrer auf November verschoben

Der Prozess gegen einen Lieferwagenfahrer, der in Paris einen Radfahrer mit einem Messer angegriffen haben soll, wurde vom Strafgericht auf den 4. November vertagt. Der 39-Jährige sollte am Freitag wegen schwerer Körperverletzung mit einer Waffe, die zu einer Arbeitsunfähigkeit von weniger als acht Tagen führte, vor Gericht erscheinen. Bis zur neuen Verhandlung bleibt er unter richterlicher Aufsicht auf freiem Fuß. Diese umfasst ein Kontaktverbot zum anderen Beteiligten sowie die Auflage, sich einer psychologischen Behandlung zu unterziehen.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag in der Rue de Sèze im 9. Arrondissement. Es kam zu einer Auseinandersetzung, nachdem der Lieferwagen auf einem Radweg geparkt hatte. Laut Ermittlungen soll der Fahrer den ersten Schlag ausgeteilt haben, woraufhin der Radfahrer sich wehrte und ihn mehrmals durch das Fenster des Lieferwagens schlug. Anschließend soll der Fahrer ein Messer gezogen und den 24-jährigen Lieferfahrer in den Hals gestochen haben. Der Fahrer wurde für sechs Tage krankgeschrieben, der Radfahrer für zwei Tage.

Die Verteidigung verweist auf gegenseitige Gewalt.

Der Anwalt des Fahrers, Adrien Robin, erwirkte eine Vertagung der Anhörung, um auch den Radfahrer vorladen zu können. Die Verteidigung argumentiert, der Fall sei als Auseinandersetzung mit Handgreiflichkeiten und nicht als einseitiger Angriff zu werten. Der Fahrer, der angibt, sein Messer aus Angst gezogen zu haben, war vom Tatort geflohen und wurde einige Stunden später festgenommen.

Der Fall ereignet sich inmitten der angespannten Lage in Paris bezüglich der gemeinsamen Nutzung des Straßenraums durch Autofahrer und Radfahrer. Er rief unter anderem eine Reaktion des Pariser Bürgermeisters Emmanuel Grégoire hervor. Der wohl eindrücklichste Präzedenzfall bleibt der Tod von Paul Varry, einem 27-jährigen Radfahrer, der im Oktober 2024 nach einer Auseinandersetzung im 8. Arrondissement von einem Geländewagen überfahren wurde. In diesem Fall wird der Fahrer wegen Mordes vor dem Pariser Schwurgericht angeklagt.

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