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Italien: Der ehemalige ukrainische Minister Mykhailo Fedorov tritt dem Verteidigungsministerium als Innovationsberater bei.

Italien: Der ehemalige ukrainische Minister Mykhailo Fedorov tritt dem Verteidigungsministerium als Innovationsberater bei.
Italien: Der ehemalige ukrainische Minister Mykhailo Fedorov tritt dem Verteidigungsministerium als Innovationsberater bei.

Mykhailo Fedorov wird seine im ukrainischen Verteidigungsapparat gesammelten Erfahrungen in den Dienst Italiens stellen. Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister gab am Freitag bekannt, dass er ein Angebot seines italienischen Amtskollegen Guido Crosetto angenommen habe, als dessen Berater für militärische Innovationen tätig zu werden. Er wird insbesondere zur Entwicklung von Technologien beitragen, die an neue Konfliktformen angepasst sind, und die Modernisierung des italienischen Verteidigungssektors unterstützen.

Das italienische Verteidigungsministerium bestätigte diese Zusammenarbeit, die als Chance dargestellt wird, von den seit Beginn des russischen Einmarsches 2022 gesammelten ukrainischen Erfahrungen zu profitieren. Rom ist insbesondere an autonomen Systemen und Luftverteidigungstechnologien interessiert. Fedorow, der sich nachdrücklich für den Einsatz von Drohnen und digitalen Technologien in den ukrainischen Streitkräften eingesetzt hat, erklärte zudem, er werde weiterhin an Projekten zur Stärkung der militärischen Fähigkeiten seines Landes und zur Einwerbung internationaler Fördermittel arbeiten.

Ein neuer Schritt nach ihrer Trennung von Selenskyj

Diese Ernennung erfolgt wenige Wochen nach dem turbulenten Ausscheiden Mychajlo Fjodorows aus der ukrainischen Regierung. Der ehemalige Minister, der im Juli von Wolodymyr Selenskyj im Zuge einer Kabinettsumbildung entlassen wurde, war zuvor mit dem Militärkommando aneinandergeraten. Seine Absetzung löste Proteste in der Ukraine aus. Seit seinem Ausscheiden hat Fjodorow seine Kritik an der Regierung verschärft und Korruption sowie eine, wie er es nennt, „Kultur der Lügen“ im Land angeprangert.

Der ehemalige Minister forderte zudem eine Rückkehr zum Wahlprozess, eine Position, die Wolodymyr Selenskyj angesichts des Krieges und des Kriegsrechts, das derzeit die Durchführung nationaler Wahlen verhindert, ablehnte. Fedorow, der sich aktuell auf einer internationalen Reise zu Militärtechnologien und Digitalisierung befindet, beabsichtigt, neue Partnerschaften im Ausland aufzubauen. Bis Freitagabend hatte das ukrainische Präsidialamt noch nicht auf die Ankündigung seiner künftigen Zusammenarbeit mit dem italienischen Verteidigungsministerium reagiert.

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