Die Zahl der in Großbritannien gestellten Asylanträge sank zwischen Juni 2025 und Juni 2026 um 21 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Jahreswert seit 2022. Laut Angaben des britischen Innenministeriums suchten 85.891 Menschen Schutz, verglichen mit 108.585 in den zwölf Monaten zuvor.
Rund 40 % dieser Anträge wurden von Migranten gestellt, die nach der Überquerung des Ärmelkanals in kleinen Booten ankamen. Innenministerin Shabana Mahmood ist der Ansicht, die Labour-Regierung stelle die Kontrolle über die Grenzen wieder her und sorge für mehr Fairness im Migrationssystem. Sie betonte außerdem, dass die Zahl der Festnahmen im Zusammenhang mit illegaler Beschäftigung und der Abschiebungen gestiegen sei.
Die Zahl der in Hotels untergebrachten Migranten hat sich halbiert.
Die Zahl der in Hotels untergebrachten Asylsuchenden ist auf 16.021 gesunken und hat damit den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2022 erreicht. Im Jahr 2023 waren bis zu 56.018 Menschen in Hotels untergebracht, was in mehreren britischen Städten zu teils gewalttätigen Protesten führte.
Die Regierung will dieses System bis 2029 abschaffen und einige Asylsuchende auf Militärstützpunkte verlegen, trotz des Widerstands einiger Kommunalbehörden. Eine Reform zur Verschärfung der Asylbedingungen wird derzeit im Parlament geprüft. Zwischen Juni 2025 und Juni 2026 erhielten 42.394 Menschen den Flüchtlingsstatus oder eine andere Aufenthaltserlaubnis, was einem jährlichen Rückgang von 21 % entspricht.
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