Emmanuel Macron wird am Mittwoch, dem 2. September, nach London reisen, um die Ausstellung zum Teppich von Bayeux zu eröffnen, einem Werk aus dem 11. Jahrhundert, das die Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer darstellt und das er selbst ausnahmsweise dem British Museum im Jahr 2025 als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat.
Eine Reise, die als französisch-britisches Symbol gedacht war
In Begleitung seiner Frau Brigitte Macron wird der französische Präsident, der laut seinem Umfeld „sehr daran interessiert“ ist, die Kunstwerke unter optimalen Bedingungen präsentiert zu sehen, auch ein erstes ausführliches Gespräch mit dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham führen und König Karl III. treffen. Laut einem Berater des Élysée-Palastes stellt diese Einweihung „einen besonders wichtigen Moment dar, den sich der Präsident der Republik für die französisch-britischen Beziehungen gewünscht hat“.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die 70 Meter lange Leinenstickerei flach präsentiert und nicht wie jahrzehntelang in Bayeux vertikal aufgehängt. Laut dem British Museum soll diese Szenografie ein besseres Verständnis für die Dimensionen des Werkes ermöglichen.
Ein behutsamer Transfer trotz der Zerbrechlichkeit des Kunstwerks
Dieser Transport, der bis zu seiner Ankunft in London am 10. Juli geheim gehalten wurde, hatte bei mehreren Experten und Befürwortern des französischen Kulturerbes Besorgnis ausgelöst. Sie befürchteten irreparable Schäden an einem Wandteppich, der bereits durch fast 10.000 Löcher und etwa dreißig unreparierte Risse geschwächt war. Die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von Dutzenden Fachleuten durchgeführten Ein- und Auspackarbeiten führten letztendlich zu keinerlei Beschädigungen des Kunstwerks.
Der Wandteppich wird bis zum 11. Juli 2027 im British Museum ausgestellt, bevor er nach Frankreich zurückkehrt, um in der neuen Galerie des Bayeux-Museums, das derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist, wieder installiert zu werden.
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