Am Samstag sprach sich Édouard Philippe gegen die Einführung eines allgemeinen Moratoriums für legale Einwanderung aus. Der Kandidat der Partei Horizonte für die Präsidentschaftswahl 2027 beabsichtigt, die Aufnahme ausländischer Studierender und die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen für in Frankreich gefragte Fachkräfte aufrechtzuerhalten.
Diese Position stellt eine Abkehr von Gérald Darmanin dar, der im Mai eine dreijährige Aussetzung der legalen Einwanderung vorgeschlagen hatte. Der Justizminister sprach sich Mitte August dennoch für die Kandidatur des ehemaligen Premierministers aus und forderte ihn gleichzeitig auf, in diesem Bereich eine härtere Linie zu verfolgen.
Eine Meinungsverschiedenheit vor ihrem Treffen in Tourcoing
Édouard Philippe erklärt, er teile das Ziel einer strengeren Einwanderungspolitik, wolle aber nicht die Einreise von Personen verhindern, die den wirtschaftlichen und akademischen Bedarf des Landes decken. Er plädiert insbesondere für die Anwerbung ausländischer Fachkräfte in Sektoren mit Fachkräftemangel, wie beispielsweise im Gesundheitswesen.
Die beiden Politiker treffen sich am Sonntag in Tourcoing in Nordfrankreich anlässlich Gérald Darmanins politischem Comeback-Event. Dieses Treffen dürfte Édouard Philippe die Gelegenheit geben, seine Position zur Einwanderung gegenüber den Anhängern seines neuen Verbündeten zu verdeutlichen, trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten über das Ausmaß der anzuwendenden Beschränkungen.
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