POLITISCH Präsidenten 2027

Präsidentschaftswahlen 2027: Gabriel Attal schließt Vorwahlen für das rechte und das Mitte-Lager nicht aus.

Präsidentschaftswahlen 2027: Gabriel Attal schließt Vorwahlen für das rechte und das Mitte-Lager nicht aus.
Präsidentschaftswahlen 2027: Gabriel Attal schließt Vorwahlen für das rechte und das Mitte-Lager nicht aus.

Gabriel Attal erklärte sich bereit, an einer Vorwahl teilzunehmen, um zwischen den Kandidaten des rechten und des Mitte-Rechts-Lagers für die Präsidentschaftswahl 2027 zu entscheiden. Der Renaissance-Kandidat, der am Donnerstag von BFMTV-RMC eingeladen wurde, behauptete sogar, Édouard Philippe bereits einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet zu haben. Philippe wolle diesen Weg zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht einschlagen.

„Ich habe es nie ausgeschlossen“, bekräftigte der ehemalige Premierminister mit Blick auf eine mögliche Vorwahl. „Man darf keine Angst vor einer Vorwahl haben; sonst würde man ja nicht für das Präsidentenamt kandidieren“, fügte er hinzu. Auf die Frage nach der Möglichkeit, unter Édouard Philippe Premierminister zu werden, sollte dieser gewinnen, bekräftigte Gabriel Attal ebenfalls seine eigenen Ambitionen: „Ich kandidiere für die Präsidentschaftswahl.“

Attal setzt die Rallye National und La France Insoumise gleich.

Der Präsident von Renaissance griff gleichzeitig auch den Rassemblement National und La France Insoumise an, die er als „falsche Zwillinge“ und „zwei Seiten derselben Medaille“ bezeichnete. Seiner Meinung nach würden sich die beiden Parteien gegenseitig „beflügeln“, obwohl aktuelle Umfragen zeigen, dass beide Seiten an Boden gewinnen und das Präsidentschaftsrennen offener ist als zuvor.

Gabriel Attal sprach auch über die Desinformationskampagnen und persönlichen Angriffe, denen er nach eigenen Angaben ausgesetzt ist, insbesondere jene, die mutmaßlich mit Russland in Verbindung stehen. „Hält es mich nachts wach? Nein. Stärkt es meinen Entschluss? Ja“, erklärte er und fügte hinzu, er habe mehrere Anzeigen erstattet.

Abschließend möchte der Kandidat in Wirtschaftsfragen die „Aufwertung der Arbeit“ fördern und kleinen Unternehmen mehr Stabilität bieten, insbesondere durch ein „Recht auf Aussetzung von Betriebsprüfungen“ in bestimmten Zeiträumen wie dem August. Was Édouard Philippes Vorschlag betrifft, das Arbeitslosengeld für unter 50-Jährige auf zwölf Monate zu begrenzen, betont Gabriel Attal, dass er sich bereits seit zwei Jahren für eine Reform in diesem Sinne einsetzt.

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