POLITISCH Präsidenten 2027

Präsidentschaftswahl 2027: Édouard Philippe will die Arbeitslosenunterstützung für unter 50-Jährige auf 12 Monate kürzen.

Präsidentschaftswahl 2027: Édouard Philippe will die Arbeitslosenunterstützung für unter 50-Jährige auf 12 Monate kürzen.
Präsidentschaftswahl 2027: Édouard Philippe will die Arbeitslosenunterstützung für unter 50-Jährige auf 12 Monate kürzen.

Édouard Philippe will die Regeln für die Arbeitslosenversicherung verschärfen. Der Kandidat der Partei Horizonte für die Präsidentschaftswahl 2027 schlägt vor, die maximale Bezugsdauer für Arbeitssuchende unter 50 Jahren auf zwölf Monate zu begrenzen, im Vergleich zu derzeit 18 Monaten für unter 55-Jährige.

„Bei der Arbeitslosenversicherung orientiere ich mich am deutschen Modell: maximal zwölf Monate Leistungen für unter 50-Jährige“, sagte der ehemalige Premierminister in einem Interview mit der AFP vor seiner Rede am Donnerstag auf der Medef-Konferenz zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Dieser Vorschlag ist Teil einer Wirtschaftsstrategie zur Stärkung der Anreize für die Rückkehr in den Beruf.

„Schluss mit dem unkontrollierten Umgang mit Krankmeldungen!“

Édouard Philippe will auch das Krankengeldsystem reformieren. Er prangert einen Kostenanstieg von fast 40 % zwischen 2019 und 2025 an und will die Wartezeit für kurzfristige Krankmeldungen verschärfen. Der Kandidat erwähnt insbesondere die Möglichkeit, dass die ersten oder sogar die ersten beiden Tage einer kurzfristigen Abwesenheit nicht vergütet werden. Er schlägt außerdem vor, eine Mindestfrist von drei bis sechs Monaten zwischen Krankengeldbescheid und einer einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses einzuführen, um der von ihm so genannten „Erpressung durch Krankengeldbescheide“ entgegenzuwirken.

Der Bürgermeister von Le Havre will auch die Wirtschaftsführer hinsichtlich der Übergabe von Familienunternehmen beruhigen. Er verteidigt den Erhalt des Dutreil-Pakts, den er für unerlässlich hält, um Unternehmern angesichts einer bedeutenden Welle von Unternehmensübergaben Sichtbarkeit zu verleihen.

Abschließend erklärte Édouard Philippe seine „vollkommene Ablehnung“ der Vorschläge zur deutlichen Erhöhung der Erbschaftssteuer, insbesondere jener von Jean-Luc Mélenchon . Acht Monate vor der Präsidentschaftswahl skizziert der Kandidat der Partei Horizonte somit schrittweise ein liberales Wirtschaftsprogramm mit Fokus auf Arbeitnehmerrechte, die Kontrolle der Sozialausgaben und die Unterstützung von Unternehmen.

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