Der französische Nachrichtensender BFMTV musste am Donnerstag die Übertragung der von der Medef (dem französischen Unternehmerverband) organisierten Präsidentschaftsdebatte unterbrechen, nachdem das Audiosignal ausgefallen war. Der Sender bedauerte die Unterbrechung, durch die die Zuschauer den Rest der Veranstaltung mit den sieben Hauptkandidaten für die Präsidentschaftswahl 2027 verpassten.
Laut BFMTV wurde die Übertragung aufgrund einer Exklusivitätsvereinbarung zwischen dem französischen Arbeitgeberverband Medef und dem französischen Informationszentrum LCI unterbrochen. Der Sender merkt an, dass das vom Arbeitgeberverband bereitgestellte Material bei der vorherigen Veranstaltung den Medien frei zugänglich war. BFMTV und franceinfo konnten die Debatte daraufhin ausstrahlen.
Medef räumt ein, das Signal unterbrochen zu haben.
Der französische Arbeitgeberverband Medef gab bekannt, diese Entscheidung gemeinsam mit dem französischen Fernsehsender LCI getroffen zu haben, um eine unautorisierte Übertragung zu verhindern. Die Organisation erläuterte, dass sie dem Sender der TF1-Gruppe die exklusiven Live-Übertragungsrechte eingeräumt habe; dessen Journalist moderierte die Debatte. Andere Medien durften zwar eigene Aufnahmen anfertigen und diese im Nachhinein verwenden, die Diskussionen jedoch nicht live übertragen.
BFMTV beteuert, die Aufnahmetechnik „in voller Transparenz gegenüber dem Veranstalter“ installiert zu haben. Der Sender beabsichtigte, Ausschnitte der Debatte mit Studioanalysen zu senden. Dieser Vorfall verdeutlicht den zunehmenden Wettbewerb zwischen Nachrichtensendern um die exklusiven Übertragungsrechte für wichtige politische Ereignisse im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen.
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