Die deutsche Neobank Trade Republic ermöglicht ihren Kunden in Frankreich ab sofort die Eröffnung und Verwaltung eines Livret-A-Sparkontos direkt über ihre App. Dieses neue Angebot basiert auf einer Partnerschaft mit der Axa Banque, die die Verwaltung des regulierten Sparprodukts übernimmt. Trade Republic diversifiziert damit ihr Geschäftsfeld über die traditionellen Online-Investitionsaktivitäten hinaus.
Wie viele digitale Akteure im Finanzsektor strebt auch dieses Unternehmen schrittweise danach, Dienstleistungen anzubieten, die traditionell mit Privatkundenbanken in Verbindung gebracht werden. Ursprünglich auf den Kauf von Aktien, Indexfonds und Kryptowährungen spezialisiert, hatte es bereits einen Aktiensparplan in Frankreich eingeführt. Schätzungsweise 400.000 Kunden haben diesen Plan seit seinem Start abonniert.
Ein Produkt im Besitz von 57 Millionen Franzosen
Das Livret-A-Sparkonto ist mit rund 57 Millionen Kontoinhabern nach wie vor die am weitesten verbreitete regulierte Anlageform des Landes. Der Zinssatz beträgt 1,7 %, und die Einlagen sind von Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen befreit. Insgesamt haben Sparer 443,7 Milliarden Euro auf diesem Konto angelegt, wobei ein Teil dieser Gelder zur Finanzierung von Sozialwohnungsbauprojekten und Stadtentwicklungsprojekten verwendet wird.
Trade Republic, gegründet 2019, betreut weltweit zehn Millionen Kunden, darunter über eine Million in Frankreich, und verwaltet ein Vermögen von 150 Milliarden Euro. Das Unternehmen besitzt seit 2023 eine deutsche Banklizenz und beschäftigt rund 60 Mitarbeiter auf dem französischen Markt. Die im Dezember abgeschlossene Transaktion bewertete das Unternehmen mit 12,5 Milliarden Euro. Zu den Anteilseignern gehören die Familien Arnault und Agnelli.
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