Die nationale Plattform FireWatch ist nun in Betrieb, um Feuerwehrleute bei der Erkennung und Überwachung von Waldbränden zu unterstützen. Das vom Innenministerium betriebene System nutzt Satellitenbilder, um Brände schnell zu identifizieren und die regionalen Feuerwehren und Rettungsdienste zu alarmieren. Die Einführung erfolgt nach einem Sommer mit besonders verheerenden Bränden in Frankreich.
FireWatch kombiniert Beobachtungen des geostationären Wettersatelliten Meteosat der dritten Generation mit Daten der europäischen Satelliten Sentinel-2 und Sentinel-3. Die Plattform kann die Ausbreitung eines Brandes verfolgen, betroffene Gebiete schrittweise abgrenzen und den Einsatzkräften ein aktuelles Lagebild liefern. Sie ersetzt nicht die Beobachtungen am Boden, sondern ergänzt Kameras, Patrouillen und Meldungen aus der Bevölkerung.
Eine Simulation der Brandausbreitung
Das Tool kann auch die wahrscheinliche Ausbreitung von Bränden in den Stunden nach ihrer Entdeckung abschätzen. Für diese Prognosen kombiniert es Topografie, Wetterbedingungen, Vegetation und ein vom CNRS (Französisches Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) entwickeltes Modell künstlicher Intelligenz. Diese Informationen sollen es den Rettungsdiensten ermöglichen, gefährdete Gebiete besser einzuschätzen und den Einsatz von Boden- und Luftressourcen entsprechend anzupassen.
FireWatch ist derzeit bei etwa der Hälfte der französischen Feuerwehren im Einsatz. Die Plattform erfasste 2025 über 925 Vegetationsbrände, darunter 185 bestätigte Waldbrände, gefolgt von 840 weiteren Bränden zwischen Anfang 2026 und dem 27. Juli. Ziel der Weiterentwicklung ist die Stärkung der nationalen Frühwarnkapazität, da jede gewonnene Minute die Brandfläche begrenzen und den Einsatz der Feuerwehr erleichtern kann. ( CNES)
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.