Seit Anfang Juni wurden 1.587 Personen im Zusammenhang mit Verfahren wegen sexueller Gewalt gegen Minderjährige inhaftiert. Diese neue Zahl entspricht 163 zusätzlichen Inhaftierungen seit der letzten Aktualisierung vom 4. August durch Justizminister Gérald Darmanin.
Gleichzeitig wurden seit dem 8. Juni rund 2.100 gerichtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet und den zuständigen Untersuchungsrichtern zugewiesen. Innerhalb von zwei Wochen wurden somit etwa hundert neue Verfahren eingeleitet. Diese Zahlen resultieren aus der landesweiten Überprüfung von Beschwerden und Anzeigen im Zusammenhang mit sexueller Gewalt gegen Kinder.
Eine Mobilisierung, die nach Lyhannas Tod ausgelöst wurde
Am 8. Juni forderte Gérald Darmanin alle Staatsanwälte auf, Fälle mit Minderjährigen erneut zu prüfen, insbesondere solche, die abgewiesen, unzureichend bearbeitet oder unbeantwortet geblieben waren. Diese landesweite Aktion wurde nach dem Tod der elfjährigen Mittelschülerin Lyhanna eingeleitet, die Anfang Juni in der Region Gers tot aufgefunden worden war.
Jérôme Barella, der wegen Vergewaltigung und Mordes an dem Mädchen angeklagt ist, war bereits mehrfach wegen Sexualdelikten an Minderjährigen angezeigt worden, wurde aber nie strafrechtlich verfolgt. Dieser Fall hat mögliche Mängel in der Durchführung von Gerichtsverfahren aufgezeigt. Alle derzeit Beschuldigten oder Inhaftierten gelten bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.
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