Fast tausend Menschen nahmen am Mittwoch, dem 19. August, in Bollène (Vaucluse) an einem stillen Gedenkmarsch für Katerina teil. Die zweifache Mutter, Mitte vierzig, war am 6. August tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die Teilnehmer marschierten friedlich, um ihre Familie zu unterstützen und häusliche Gewalt anzuprangern.
Der Ex-Partner des Opfers, ein ehemaliger Mitstreiter des Kandidaten des Rassemblement National bei den Kommunalwahlen im März 2026 in Bollène, steht unter Mordverdacht. Er wurde zwei Tage nach der Tat formell wegen „Mordes an seiner Ehefrau“ angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Bislang gilt er als unschuldig; er war bereits wegen Gewalttaten gegen Katerina während einer Trennung angeklagt.
Eine Beschwerde und mehrere Schutzmaßnahmen
Katerina, Mutter zweier Kinder, erstattete im Juni Anzeige gegen ihren Ex-Partner. Der Beschuldigte wurde daraufhin unter richterliche Aufsicht gestellt und sollte im November vor dem Gericht in Carpentras erscheinen. Das Opfer erwirkte außerdem eine Schutzanordnung und erhielt Ende Juni ein Notfalltelefon.
Mehrere Angehörige, die an dem Marsch teilnahmen, gaben an, von der Gewalt zu wissen, die die Frau in ihren Vierzigern erlitten hatte. Die Teilnehmer forderten mehr Ressourcen zum Schutz gefährdeter Frauen und ein schnelleres Eingreifen der Justiz. Katerinas Mutter, die aus Tschechien stammt, bemüht sich nun um die Überführung des Leichnams ihrer Tochter. Um die Familie dabei zu unterstützen, wurde eine Spendenkampagne ins Leben gerufen.
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