Die Steuerbehörden werden ab Montag, dem 17. August, die von dem jüngsten Datenleck betroffenen Steuerzahler einzeln kontaktieren. In jedem Schreiben werden die möglicherweise offengelegten Informationen sowie empfohlene Vorsichtsmaßnahmen zur Begrenzung des Risikos von Betrug, Phishing oder Identitätsdiebstahl aufgeführt.
Insgesamt waren 678.000 Privatpersonen und Unternehmen von dem Angriff auf die Systeme der französischen Finanzaufsichtsbehörde (DGFiP) betroffen. Die Generaldirektorin der DGFiP, Amélie Verdier, entschuldigte sich am Freitag bei den Steuerzahlern und bezeichnete den Vorfall als „schwerwiegend“. Die Behörden haben noch keine vollständige Liste der betroffenen Datenkategorien veröffentlicht.
Ein erhöhtes Risiko von Betrugsversuchen
Die gesammelten Informationen könnten Betrügern ermöglichen, ihre Nachrichten weiter zu personalisieren und sich als Finanzbehörden, Banken oder andere offizielle Organisationen auszugeben. Betroffene sollten daher besonders vorsichtig sein bei E-Mails, Anrufen oder SMS, in denen nach Zugangsdaten, Bankdaten oder dringenden Zahlungen gefragt wird.
Für Montagnachmittag ist ein Treffen mit Premierminister Sébastien Lecornu angesetzt, um die Folgen des Angriffs und den Fortschritt des Sicherheitsplans der Regierung zu erörtern. Die Regierung beabsichtigt, den Schutz digitaler öffentlicher Dienste nach mehreren schwerwiegenden Hackerangriffen seit Jahresbeginn zu verstärken. Eine gerichtliche Untersuchung zur Identifizierung der Verantwortlichen für den Einbruch ist ebenfalls im Gange.
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