Die französische Krankenversicherung (Assurance Maladie) hat ihre Darstellung der Myalgischen Enzephalomyelitis, auch bekannt als Chronisches Erschöpfungssyndrom, aktualisiert. Sie beschreibt die Erkrankung nun als eine schwächende chronische Krankheit und stellt klar, dass sie nicht als psychische Störung anzusehen ist. Diese Entwicklung ist ein wichtiger erster Schritt hin zur institutionellen Anerkennung der Erkrankung für Betroffene.
Die Krankheit betrifft mindestens 200.000 Erwachsene in Frankreich und hat sich möglicherweise seit der Covid-19-Pandemie vermehrt. Sie verursacht anhaltende Erschöpfung, die sich durch Ruhe nicht bessert, kognitive Beeinträchtigungen, nicht erholsamen Schlaf und Unwohlsein selbst nach geringster Anstrengung. Die genaue Ursache ist weiterhin unbekannt, obwohl die Krankheit häufig nach einer Infektion auftritt.
Ein Schritt nach vorn, auf den die Verbände gewartet hatten.
Patientenverbände begrüßen die Anerkennung der Belastungsintoleranz als Kernsymptom sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Schweregrade. Das neue Informationsblatt hebt die Bedeutung des Pacing hervor, einer Methode, die körperliche Aktivität an die verfügbare Energie anzupassen. Es warnt zudem vor stufenweise ansteigenden Trainingsprogrammen, da diese den Zustand mancher Patienten verschlimmern können.
Myalgische Enzephalomyelitis ist derzeit nicht heilbar, aber eine angemessene Behandlung kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und einige Symptome lindern. Patientenorganisationen fordern nun Schulungen für medizinisches Fachpersonal, spezifische Behandlungspfade und einheitliche französische Leitlinien. Viele Patienten wünschen sich zudem eine einfachere Anerkennung der Erkrankung als chronische Krankheit durch die Behörden.
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