Die Hitzewellen und Waldbrände des Sommers 2026 führten zu einem sprunghaften Anstieg der Konsultationen bei Psychologen. Spezialisierte Therapeuten berichteten von einem deutlichen Anstieg der Anfragen im Zusammenhang mit Öko-Angst, der Sorge um die Klimakrise, die immer mehr Franzosen betrifft. Die extremen Hitzewellen scheinen als Auslöser gewirkt und eine diffuse Besorgnis in konkrete psychische Belastung verwandelt zu haben.
Ein Phänomen, das medizinisch noch nicht anerkannt ist
Diese Zunahme von Umweltangst fällt mit der wachsenden medialen Aufmerksamkeit für das Phänomen zusammen. Psychiater und Psychologen beobachten, dass die steigende Häufigkeit extremer Wetterereignisse das Gefühl der Dringlichkeit bei ihren Patienten verstärkt. Einige suchen notärztliche Hilfe, überwältigt von der durch die Umweltzerstörung ausgelösten Angst. Der Sommer 2026 hat somit bei vielen Menschen latente Ängste offengelegt.
Öko-Angst stellt jedoch in der Medizin weiterhin eine Grauzone dar. Sie wird weder als Psychopathologie noch als eigenständige Form psychischer Belastung anerkannt, was die Behandlung mitunter erschwert. Therapeuten müssen sich in diesem Graubereich zwischen berechtigter Sorge und psychischem Leiden, das strukturierte Unterstützung erfordert, zurechtfinden.
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