POLITISCH

Gewalt gegen Frauen und Kinder: Aurore Bergé verspricht erhöhte Mittel im Jahr 2027

Gewalt gegen Frauen und Kinder: Aurore Bergé verspricht erhöhte Mittel im Jahr 2027
Gewalt gegen Frauen und Kinder: Aurore Bergé verspricht erhöhte Mittel im Jahr 2027

Im Vorfeld der Vorlage des Haushaltsentwurfs 2027 am 30. September versicherte Aurore Bergé, dass es keine allgemeinen Kürzungen der Mittel zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder geben werde. In einem Interview mit Franceinfo am Mittwoch bekräftigte die Ministerin für Gleichstellung, dass die Mittel ihres Ministeriums, die sich seit 2017 verdreifacht haben, auch im nächsten Jahr weiter steigen werden.

Diese Erklärung erfolgt einen Tag nach dem Start einer landesweiten Kampagne gegen geschlechtsspezifische und sexuelle Gewalt an Autobahnraststätten. Die in Zusammenarbeit mit Vinci und Sanef durchgeführte Kampagne umfasst Plakate in den Damentoiletten von 270 Raststätten und 182 Rastplätzen sowie eine Durchsage auf der Autobahnradiofrequenz 107.7. Die Regierung möchte mit dieser Kampagne ein breites Publikum erreichen, da die Menschen gerade aus dem Urlaub zurückkehren – ein Zeitraum, den der Minister als besonders wichtig erachtet, um das Bewusstsein der Betroffenen zu schärfen und ihnen den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern.

Die 3919-Hotline und die erweiterte Agentenschulung

Aurore Bergé verteidigte außerdem die Aufstockung der Mittel für die Notrufnummer 3919, die sich an weibliche Gewaltopfer und Zeuginnen richtet. Laut der Ministerin ist der Dienst nun rund um die Uhr erreichbar und bietet eine Online-Plattform für Gehörlose und Hörgeschädigte. Sie betonte, dass die für diesen Dienst bereitgestellten Mittel „kontinuierlich erhöht“ würden und äußerte den Wunsch, die Unterstützungsangebote weiter auszubauen.

Die Regierung plant außerdem, die Aufklärungskampagnen auf weitere Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhöfe und Flughäfen auszuweiten. Bis Ende 2026 sollen über 11.000 Servicekräfte an Autobahnraststätten geschult werden, um potenzielle Gewaltopfer besser zu erkennen, zu beraten und zu unterstützen. Die Ministerin bekräftigte ihre Absicht, die bestehenden Maßnahmen zu verstärken, und schloss gleichzeitig eine generelle Kürzung der für diese Politik im Jahr 2027 vorgesehenen Mittel aus.

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