Nur wenige Tage vor Schulbeginn stellt Gabriel Attal die Bildung in den Mittelpunkt seines Wahlkampfs für die Präsidentschaftswahlen 2027. Der Kandidat der Renaissance-Bewegung setzt sich für die Verabschiedung eines Gesetzes ein, das die Ressourcen, Prioritäten und Ziele der Schulen für mehrere Jahre festlegen soll.
Der ehemalige Premierminister wünscht sich außerdem, dass der Minister für nationale Bildung die gesamte fünfjährige Amtszeit im Amt bleibt. Diese Stabilität, so seine Überzeugung, würde häufige Politikwechsel beenden und die effektive Umsetzung der angekündigten Reformen gewährleisten.
Die umstrittene Wiedereinführung des Schulabschlusszeugnisses
Gabriel Attal schlägt die Wiedereinführung des Grundschulabschlusszeugnisses vor, eines früheren Diploms, das die am Ende der Grundschule erworbenen Kenntnisse bescheinigte. Dessen Wiedereinführung würde den Wunsch nach einer stärkeren Bewertung grundlegender Kenntnisse signalisieren, doch die genauen Modalitäten und Konsequenzen für den Bildungsweg der Schüler müssen noch festgelegt werden.
Der Renaissance-Kandidat will auch gegen Schulen vorgehen, in denen sich soziale und akademische Schwierigkeiten konzentrieren. Er spricht von der Schließung bestimmter „Ghettoschulen“, ein besonders drastischer Ausdruck, der sofort Fragen zur Schülerverteilung, zur Schulbezirksaufteilung und zur Unterstützung der betroffenen Familien aufwirft.
Versprochene Gehaltserhöhungen für die Mitarbeiter
Gabriel Attal setzt sich zudem für weitere Gehaltserhöhungen für das Personal im nationalen Bildungssystem ein. Mit diesem Versprechen will er der Krise der Attraktivität des Lehrerberufs entgegenwirken, die sich durch Rekrutierungsschwierigkeiten, Kündigungen und das von den Berufsgruppen regelmäßig geäußerte Gefühl sinkender Gehälter äußert.
Mit seinem Fünfjahresplan will Gabriel Attal Bildung zu einer langfristigen Priorität des Präsidenten machen. Sein Plan muss jedoch kalkuliert werden und die benötigten Mittel für Gehaltserhöhungen, die Umstrukturierung der Mittelschulen und die Wiedereinführung des Grundschulabschlusses genau festlegen. Ministerielle Stabilität allein reicht nicht aus, um den Erfolg der Reformen zu gewährleisten.
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