Die Sozialistische Partei und Place Publique werden voraussichtlich am Dienstagabend die Details ihrer Vorwahl für die Präsidentschaftswahl 2027 finalisieren. Die Vereinbarung wird dem Nationalrat der Sozialistischen Partei und der Nationalen Politischen Versammlung der Partei unter der Führung von Raphaël Glucksmann vorgelegt.
Die elektronische Wahl der Einzelwahlkreise findet in zwei Runden statt. Die erste Runde ist am 9. und 10. Oktober, die zweite am 16. und 17. Oktober. Kandidaten müssen ihre Bewerbungen offiziell zwischen dem 1. und 15. September einreichen.
Vier Kandidaten sind bereits im Rennen
Raphaël Glucksmann, die sozialistischen Abgeordneten Philippe Brun und Jérôme Guedj sowie Ségolène Royal haben ihre Teilnahme bereits angekündigt. Olivier Faure, der Erste Sekretär der Sozialistischen Partei, hat seine Entscheidung noch nicht bekannt gegeben. Auch Emmanuel Maurels Republikanisch-Sozialistische Linke könnte sich dem Prozess anschließen.
Um zugelassen zu werden, müssen Kandidaten die Unterstützung verschiedener Mitglieder des Nationalrats der Sozialistischen Partei, von Parlamentariern, gewählten Kommunalpolitikern oder Bürgermeistern gewinnen. Dieses System soll rein symbolische Kandidaturen ausschließen und gleichzeitig den Wettbewerb für Kandidaten öffnen, die nicht nur den Vorsitzenden der beiden Gründungsparteien angehören.
Die von den Wählern geforderten 15 Euro sorgen für Kontroversen.
Mitglieder mit fristgerecht entrichteten Beiträgen sind wahlberechtigt, ebenso wie diejenigen, die einer der beiden Parteien beitreten. Unterstützer, die keiner Partei beitreten möchten, können einen Beitrag an eine eigens zur Wahlfinanzierung eingerichtete Einrichtung leisten. Der Beitrag beträgt 15 €, für Geringverdiener 10 €.
Diese Gebühr wird von Philippe Brun, Ségolène Royal und mehreren führenden Mitgliedern der Sozialistischen Partei angefochten, die befürchten, sie werde die Wahlbeteiligung verringern. Ein weiterer Streitpunkt besteht mit La France Insoumise (LFI). Die Sozialistische Partei (PS) erreichte entgegen den Wünschen Raphaël Glucksmanns, dass die gemeinsame Charta eine künftige parlamentarische Allianz mit LFI nicht ausdrücklich ausschließt. Hinter der formalen Organisation der Vorwahl verbirgt sich somit die politische Linie des Kandidaten, der 2027 die sozialdemokratische Linke vertreten wird.
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