Korsikas Autonomiestatus könnte ein zentrales Thema der nächsten Präsidentschaftswahl werden. Der von Emmanuel Macron unterstützte Vorschlag wird derzeit im Parlament geprüft. Die Insel der Schönheit befindet sich im Zentrum einer politischen Debatte, deren Auswirkungen weit über ihre Grenzen hinausreichen. Nur wenige Monate vor der Wahl spaltet das Thema die Abgeordneten des Parlaments, während es auf der Insel selbst breite Unterstützung genießt.
Eine gesetzgeberische Reise voller Fallstricke
Der Gesetzentwurf zur Verankerung der korsischen Autonomie in der Verfassung hatte im vergangenen Juni eine wichtige erste Hürde in der Nationalversammlung genommen. Die Parlamentsdebatten begannen Mitte Juni, und eine Woche später passierte der Entwurf die erste legislative Hürde. Doch die bevorstehende Präsidentschaftswahl erschwert die Angelegenheit.
Die Zukunft des Projekts bleibt ungewiss. Obwohl die Regierungsinitiative die Unterstützung des Präsidenten genießt, hat sie sich zu einem Brennpunkt politischer Spannungen in Paris entwickelt. Der Wahlkampf 2027 birgt die Gefahr, dass diese technische Frage zu einem Trennstrich zwischen den Kandidaten wird. Die Autonomie der Insel entwickelt sich zu einem ideologischen Streitpunkt, den beide Seiten in den kommenden Monaten klären müssen.
