POLITISCH Wahlen

Präsidentschaftswahlen 2027: Benoît Biteau will den Klimaschutz zur „absoluten Priorität“ einer einzigen linken Kandidatur machen.

Präsidentschaftswahlen 2027: Benoît Biteau will den Klimaschutz zur „absoluten Priorität“ einer einzigen linken Kandidatur machen.
Präsidentschaftswahlen 2027: Benoît Biteau will den Klimaschutz zur „absoluten Priorität“ einer einzigen linken Kandidatur machen.

Acht Monate vor der Präsidentschaftswahl fordert der Grünen-Abgeordnete Benoît Biteau eine geeinte linke Kandidatur, die den Kampf gegen den Klimawandel in den Mittelpunkt ihres Programms stellt. In einem Interview mit franceinfo am Freitag, dem 7. August, erklärte der Abgeordnete für das Département Charente-Maritime, Umweltthemen müssten „absolute Priorität“ im Präsidentschaftswahlkampf erhalten.

Der Abgeordnete kritisierte die Umweltpolitik der Regierung scharf und argumentierte, dass „der von Macrons Partei verfolgte Umweltansatz nicht funktioniert“. Er griff auch den Rassemblement National an und warf ihm vor, eine mit dem Klimawandel unvereinbare Vision der Landwirtschaft zu vertreten.

Eine Kritik der aktuellen Agrarpolitik

Benoît Biteau kritisierte insbesondere die Förderung von Mega-Stauseen und argumentierte, dass diese Infrastrukturen die Herausforderungen der Wasserverteilung nicht lösen. Seiner Ansicht nach sei es notwendig, den „großen Wasserkreislauf“ wiederherzustellen, indem Feuchtgebiete weiterentwickelt würden, anstatt Speicherlösungen zu priorisieren, die nur einem begrenzten Teil der landwirtschaftlichen Betriebe zugutekommen.

Der Abgeordnete der Grünen kritisierte auch das jüngste Notstandsgesetz für die Landwirtschaft, das die Verwendung zweier in Frankreich verbotener Pestizide erneut per Ausnahmeregelung erlaubt. „Die Regierung hat nichts begriffen“, erklärte er und argumentierte, es wäre besser, „auf die Wissenschaft zu hören als auf die FNSEA“.

Öko-Pastoralismus als Antwort auf Brände

Auf die Frage nach den Bränden, die diesen Sommer weite Waldgebiete verwüsteten, wies Benoît Biteau die Kritik von Umweltschützern an der Rodung von Buschland zurück. Er betonte, seine Partei habe diese Praxis nie infrage gestellt und sich gleichzeitig für eine verstärkte Nutzung von Ökoweide eingesetzt.

Seinen Ausführungen zufolge würden Weidetiere die brennbare Vegetation auf natürliche Weise begrenzen und den Landwirten gleichzeitig eine neue Rolle bei der Waldbrandprävention bieten. Er hält diesen Ansatz angesichts der zunehmenden Folgen des Klimawandels für nachhaltiger.

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