Marine Tondelier möchte acht Monate vor der Präsidentschaftswahl neue Gespräche mit allen linken Parteien aufnehmen. Nach dem Scheitern des gemeinsamen Vorwahlprojekts mit den Sozialisten schlägt die Generalsekretärin der Grünen nun bilaterale Treffen mit der Sozialistischen Partei, der Kommunistischen Partei, La France Insoumise, Place Publique und mehreren Regionalbewegungen vor. Ziel ist es, das Parteiprogramm, die Wahlstrategie und die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Zersplitterung der Kandidaturen zu erörtern.
Ein von Marine Tondelier und den Vorsitzenden der grünen Parlamentsfraktionen unterzeichneter Brief wurde an die betroffenen Organisationen versandt. Darin erklären die Grünen, dass sie keine Bedingungen stellen, sondern ein gemeinsames Projekt entwickeln wollen, das den Erwartungen der Wähler entspricht. Die Vorsitzende der Grünen befürchtet, dass die gegenwärtige Spaltung das Ausscheiden der Linken im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen zur Folge haben und sie auch bei den möglicherweise folgenden Parlamentswahlen in vielen Wahlkreisen schwächen könnte.
Marine Tondelier hält an ihrer Kandidatur fest
Die Vorsitzende der Grünen hofft jedoch, dass dieser neue politische Raum auf mehreren klar definierten Prinzipien beruhen wird. Sie nennt insbesondere ökologische Planung, einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, die Schaffung eines Klimawohlfahrtsstaates, eine Neubewertung des permanenten Wachstumsstrebens und den Aufbau eines föderalen Europas, das sich den Prinzipien von Offenheit, Solidarität und Demokratie verpflichtet fühlt. Die Diskussionen müssen sich auch mit der Machtausübung und der Vorbereitung auf mögliche vorgezogene Parlamentswahlen im Anschluss an die Präsidentschaftswahl befassen.
Während sie auf Antworten ihrer Partner wartet, hält Marine Tondelier an ihrer Kandidatur für den Élysée-Palast fest und versichert, keine Entscheidungen zu treffen, die dem Rassemblement National einen Sieg begünstigen könnten. Die Linke ist weiterhin stark zersplittert: Jean-Luc Mélenchon kandidiert für La France Insoumise (LFI), François Ruffin führt bereits Wahlkampf, Fabien Roussel bereitet seinen vor, und die Sozialistische Partei (PS) erwägt eine Vorwahl mit begrenztem Teilnehmerfeld zusammen mit Place Publique, deren Vertreter Raphaël Glucksmann sein könnte. Die Grüne Initiative zielt daher darauf ab, den Dialog zwischen den Kräften wiederherzustellen, die sich noch immer getrennt voneinander auf die Präsidentschaftswahlen am 18. April und 2. Mai 2027 vorbereiten.

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