WIRTSCHAFT

Erbschaften ab dem ersten Euro besteuern: der brisante Vorschlag der CFDT

Euro: Der brisante Vorschlag der CFDT – Erbschaften ab dem ersten Euro besteuert: Der brisante Vorschlag der CFDT
Erbschaften ab dem ersten Euro besteuern: der brisante Vorschlag der CFDT

Die Gewerkschaft CFDT fordert, dass wohlhabendere Rentner einen größeren Beitrag zur Sanierung der öffentlichen Finanzen leisten. In einem Interview mit dem Radiosender RTL am Dienstag erklärte Generalsekretärin Marylise Léon ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Regierung in dieser Hinsicht, da die Exekutive für ihren Haushalt 2027 Einsparungen in Höhe von 28 Milliarden Euro anstrebt.

Die Gewerkschaftsvorsitzende nannte jedoch nicht die Rentenhöhe, ab der dieser Beitrag gelten würde. Sie weigerte sich, eine „magische Zahl“ vorzuschlagen und legte sich nicht zwischen Schwellenwerten von 2.000, 3.000 oder 4.000 Euro pro Monat fest. Der CFDT setzt sich vorrangig für eine gerechtere Verteilung der Lasten auf verschiedene Bevölkerungsgruppen ein.

Ein neues Steuersystem für alle Erbschaften

Marylise Léon unterstützt auch den Grundsatz, Erbschaften „ab dem ersten Euro“ zu besteuern. Dieser als Maßnahme der sozialen Gerechtigkeit präsentierte Vorschlag würde den Grundsatz der völligen Steuerfreiheit von Erbschaften abschaffen, selbst wenn der zu erhebende Betrag für bescheidene Nachlässe sehr niedrig bleiben könnte.

Der CFDT möchte dieses Thema mit den Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2027 – mit Ausnahme von Marine Le Pen – in die Gespräche einbeziehen . Laut Generalsekretär müssen die politischen Führungskräfte bereit sein, Maßnahmen zu verteidigen, die einen Teil ihrer Wählerschaft verärgern könnten.

Ein politisch sehr heikler Vorschlag

Dank verschiedener gesetzlicher Freibeträge entgeht heute ein Großteil der Erbschaften der Erbschaftsteuer. Bruno Le Maire, der damalige Wirtschaftsminister, schätzte 2022, dass zwei Drittel der Erbschaften steuerfrei blieben. Die Einführung einer Steuer auf den ersten Euro würde die Zahl der Betroffenen daher erheblich erhöhen.

Die Erbschaftsteuer entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen wirtschaftspolitischen Thema im Präsidentschaftswahlkampf. Raphaël Glucksmann hat bereits eine Steuer auf hohe Vermögensübertragungen vorgeschlagen. Die Position der CFDT geht prinzipiell weiter, bleibt aber hinsichtlich der Steuersätze, Freibeträge und der Definition eines vermögenden Rentners vage. Diese Details werden die tatsächlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen auf die Haushalte bestimmen.

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