François Baroin sorgt im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen erneut für Schlagzeilen. Der LR-Bürgermeister von Troyes, der zur Sommerschule des Laboratoire de la République in Sens eingeladen wurde, schürt weiterhin Zweifel an einer möglichen Kandidatur im Jahr 2027 und beharrt auf der seiner Ansicht nach notwendigen Aufstellung eines dezidiert gaullistischen Kandidaten.
Nachdem er sich mehrere Monate lang zurückgehalten hatte, nutzte François Baroin den Beginn des Wahlkampfs, um lokale Themen wieder in den Mittelpunkt seiner Rhetorik zu rücken. Gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Xavier Bertrand, Carole Delga und Hervé Marseille prangerte er ein übermäßig zentralisiertes französisches System an und forderte mehr Verantwortung für die Kommunen. Für ihn muss dieses Thema zu einem der zentralen Themen des nächsten Präsidentschaftswahlkampfs werden.
Mehr Autonomie für die lokalen Behörden
François Baroin setzt sich insbesondere für eine echte Finanzautonomie der Gemeinden ein, die seiner Ansicht nach durch die Abschaffung der Wohnsteuer geschwächt wurde. Er möchte die direkte Verbindung zwischen den Einwohnern und der Finanzierung der lokalen öffentlichen Dienstleistungen wiederherstellen und argumentiert, dass Hausbesitzer, Mieter und Besucher gleichermaßen zu den Ausgaben der von ihnen genutzten Gebiete beitragen sollten.
Die Frage, die die Rechte bereits aufwühlt, bleibt: Wird François Baroin selbst kandidieren? Der ehemalige Minister schließt es noch nicht aus, und sein Umfeld beteuert, er „erwäge es“. Seine Rückkehr zu Sens, nur wenige Monate vor der Wahl, befeuert daher die Spekulationen, zumal sich die Kandidaturen im rechten und im Mitte-Lager bereits häufen.
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