Emmanuel Macron reist am Dienstag nach Mende in der Region Lozère, um anlässlich des Schuljahresbeginns seine letzte Schulreise seiner zweiten Amtszeit zu unternehmen. Der Präsident besucht das Gymnasium in Chaptal, wo er sich mit Schülern und Lehrkräften treffen wird. Im Mittelpunkt der Gespräche steht insbesondere die Ausweitung des bereits seit einigen Jahren in den Mittelschulen geltenden Handyverbots auf die Gymnasien.
Diese Verallgemeinerung erfolgt im Rahmen des Gesetzes zum Schutz von Minderjährigen vor sozialen Medien, das am Dienstag vom Präsidenten der Republik verkündet wurde. Emmanuel Macron beabsichtigt, seine Politik der Begrenzung des Bildschirmkonsums junger Menschen fortzusetzen, obwohl der Verfassungsrat die zentrale Bestimmung des Gesetzestextes, die den Zugang zu sozialen Medien für unter 15-Jährige verbieten sollte, für ungültig erklärt hat.
Lehrergewinnung im Mittelpunkt der Maßnahme
Anschließend besucht der Präsident die Fakultät für Erziehungswissenschaften am Campus Mende der Universität Montpellier. Dieser zweite Besuch steht im Zeichen der Reform der Lehrerausbildung, die vom Élysée-Palast als eines der zentralen Vorhaben der zweiten fünfjährigen Amtszeit vorgestellt wurde. Angesichts anhaltender Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung wurden die Auswahlprüfungen für Lehrkräfte an das Ende des Bachelorstudiums (drei Jahre Hochschulbildung) verlegt, während sie zuvor erst nach dem Masterstudium (fünf Jahre Hochschulbildung) zugänglich waren.
Die Regierung erhofft sich dadurch mehr Bewerber und eine schrittweise Vorbereitung auf den Lehrerberuf, inklusive Vergütung während des Masterstudiums. Für das nationale Bildungssystem steht weiterhin viel auf dem Spiel: Über 2.600 Lehrerstellen sind im Jahr 2025 noch unbesetzt. In Mende trifft Emmanuel Macron Studierende, die sich auf die Prüfung zum Grundschullehrer vorbereiten, sowie die ersten erfolgreichen Absolventen des neuen Auswahlverfahrens.
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