Natacha Polony hat einen neuen Meilenstein erreicht. In einem ausführlichen Interview mit Le Parisien kündigte die Essayistin und Herausgeberin der Zeitschrift L'Audace! die Gründung einer Bewegung für „politische Waisen“ an und bekräftigte ihre Absicht, sich aktiv an der Präsidentschaftsdebatte zu beteiligen. Auf die Frage nach einer möglichen Kandidatur für den Élysée-Palast erklärte sie: „Ich schließe nichts aus.“
Nach monatelangen Gerüchten um ihre Ambitionen erklärt Natacha Polony, sie wolle „das politische Spiel aufmischen“ und den französischen Bürgern eine Alternative bieten, die sich in den aktuellen Optionen nicht mehr repräsentiert sehen. Sie lehnt ausdrücklich die Idee einer „Opferstimme“ ab, die einzig und allein dazu diene, eine Stichwahl zwischen Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon zu verhindern. Obwohl sie ihre Kandidatur noch nicht offiziell bekannt gegeben hat, bekräftigt sie, dass sie sich entschlossen habe, „ihren Beitrag zu dieser wichtigen Präsidentschaftsdebatte zu leisten“.
Zwischen Séguin und Chevènement
Natacha Polony weigert sich, sich eindeutig dem rechten oder linken Spektrum zuzuordnen. Stattdessen sieht sie sich in einer Tradition, die den „sozialen Gaullismus Philippe Séguins“ und die „republikanische Linke Jean-Pierre Chevènements“ vereint. Ihre wirtschaftspolitische Priorität wäre die Ausrufung des Produktionsnotstands mit dem Ziel, Frankreichs industrielle, Energie- und Ernährungssouveränität wiederherzustellen.
Die Essayistin möchte sich auch mit dem Thema Löhne auseinandersetzen, insbesondere durch eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Sie ist überzeugt, dass dies Unternehmen ermöglichen würde, ihre Angestellten besser zu entlohnen. Zudem möchte sie eine Debatte über die Arbeitsbelastung in Frankreich anstoßen, ohne sich jedoch bereits klar zur 35-Stunden-Woche zu positionieren.
Acht Monate vor der Präsidentschaftswahl will Natacha Polony ihren Namen noch nicht offiziell in die lange Liste der Kandidaten eintragen. Ihr Einstieg in die Politik gilt jedoch als sicher, und ihr Umfeld macht keinen Hehl mehr daraus, dass dies ein erster Schritt in Richtung 2027 ist.
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