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Tod von Jason Arday: Die Vereinigten Staaten greifen die Universität Gent gewaltsam an

Tod von Jason Arday: Die Vereinigten Staaten greifen die Universität Gent gewaltsam an
Tod von Jason Arday: Die Vereinigten Staaten greifen die Universität Gent gewaltsam an

Die Affäre um Jason Arday hat nun eine diplomatische Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und einer belgischen Universität ausgelöst. Die amerikanische Botschaft in Belgien verurteilte die Suspendierung von Nathan Cofnas, einem Forscher an der Universität Gent und Hauptautor der Plagiatsvorwürfe gegen den ehemaligen Cambridge-Professor, aufs Schärfste.

US-Botschafter Bill White, ein enger Verbündeter von Donald Trump , präsentiert Nathan Cofnas als Whistleblower, der akademischen Betrug aufgedeckt hat. Er wirft der Universität Gent Vergeltungsmaßnahmen gegen ihn vor und bezeichnet Institutionen, die Whistleblower zum Schweigen bringen wollen, als unerwünschte Partner der Vereinigten Staaten.

Die belgische Universität beteuert, lediglich eine vorsorgliche Suspendierung ausgesprochen zu haben. Eine vorläufige Disziplinaruntersuchung ist im Gange, um zu klären, ob das Verhalten des Forschers eine Weiterleitung des Falls an eine zuständigere Instanz rechtfertigt. Zum jetzigen Zeitpunkt wurde noch keine endgültige Sanktion gegen Nathan Cofnas verhängt.

Plagiatsvorwürfe sind zu einem ideologischen Kampf geworden.

Jason Arday trat von der Universität Cambridge zurück, nachdem Ermittlungen wegen möglichen Plagiats in seinen Arbeiten eingeleitet worden waren. Im Alter von 41 Jahren wurde er am 14. August, neun Tage nach seinem Ausscheiden, tot in seinem Haus aufgefunden. Die genauen Umstände seines Todes wurden in den veröffentlichten Informationen nicht näher erläutert.

Der Fall hatte in den britischen Medien großes Aufsehen erregt. Mehrere konservative Kommentatoren warfen Jason Arday vor, unrechtmäßig von Diversitäts- und Inklusionsmaßnahmen profitiert zu haben. Der Professor wies die Anschuldigungen zurück, während Nathan Cofnas behauptete, zahlreiche nicht gekennzeichnete Zitate in seinen Veröffentlichungen entdeckt zu haben.

Nach seinem Tod prangerte Jason Ardays Familie eine „Hetzekampagne“ an. Tausende, darunter mehrere britische Abgeordnete, fordern nun eine Untersuchung der medialen Berichterstattung über seinen Fall. Der Fall, der die akademische Freiheit verteidigt, Whistleblower schützt und Hetze anprangert, hat die Frage des Plagiats hinter sich gelassen und die ideologischen Spannungen an westlichen Universitäten deutlich gemacht.

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