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Ceuta und Melilla: Madrid weist Rabats Gebietsansprüche kategorisch zurück.

Ceuta und Melilla: Madrid weist Rabats Gebietsansprüche kategorisch zurück.
Ceuta und Melilla: Madrid weist Rabats Gebietsansprüche kategorisch zurück.

Der marokkanische Justizminister schlug einen bilateralen Dialogmechanismus zur Klärung der Zukunft von Ceuta und Melilla vor und berief sich dabei auf „historische und geografische“ Rechte. Spanien wies den Vorschlag umgehend zurück und bekräftigte seine uneingeschränkte Souveränität über die beiden autonomen Städte.

Abdellatif Ouahbi, Marokkos Justizminister, gab am Freitag dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender 2M ein Interview, in dem er Marokkos „historische und geografische“ Rechte an Ceuta und Melilla verteidigte. Er schlug die Schaffung eines bilateralen Mechanismus vor, um eine, wie er es nannte, „endgültige Lösung“ zu finden, die seiner Ansicht nach zur Integration der beiden Städte in das marokkanische Staatsgebiet führen würde.

Madrids Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Quellen im spanischen Außenministerium berichteten von einer „kategorischen Ablehnung“ gegenüber Rabat, in der bekräftigt wurde, dass Ceuta und Melilla unter die Souveränität und territoriale Integrität Spaniens fallen und somit Teil des Territoriums der Europäischen Union sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der marokkanische Minister seit Beginn der Migrationskrise in Ceuta zu diesem Thema geäußert hat. Bereits am 12. August hatte Ouahbi erklärt, das Thema sei weiterhin Gegenstand der Gespräche zwischen den beiden Ländern und Rabat habe nicht die Absicht, es aufzugeben.

Diese Aussagen erfolgen inmitten großer Spannungen in Ceuta, nachdem Ende Juli Zehntausende Menschen die Grenze aus Marokko überquert hatten, die Aufnahmeeinrichtungen überlasteten und Dutzende von Todesfällen verursachten.

Die marokkanischen Gebietsansprüche auf Ceuta und Melilla gehen auf die Unabhängigkeit des Königreichs im Jahr 1956 zurück. Seitdem hat Spanien sie systematisch zurückgewiesen und jeglichen Einspruch gegen seine Souveränität über diese beiden an der nordafrikanischen Küste gelegenen Enklaven abgelehnt.

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