Nach dem Fund einer Frauenleiche in einer Wohnung in Sucy-en-Brie im Département Val-de-Marne wurde eine Untersuchung wegen mutmaßlicher Tötung einer Mutter eingeleitet. Die Polizei war in der Nacht von Samstag auf Sonntag aufgrund einer Meldung über häusliche Gewalt zum Tatort gerufen worden.
Bei ihrer Ankunft trafen die Beamten Berichten zufolge auf einen Mann, der an die Tür einer Wohnung klopfte. Sein Bruder öffnete die Tür, schlug ihm ins Gesicht und schloss die Tür wieder. Anschließend ging der Mann erneut nach draußen und griff seinen Bruder an, woraufhin die Polizei eingriff.
Laut einer Polizeiquelle leistete der Mann Widerstand gegen seine Festnahme. Sechs Beamte erlitten leichte Verletzungen, mussten aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei setzte einen Taser ein, um ihn zu überwältigen.
Im Zimmer des Verdächtigen wurde eine Stichwaffe gefunden.
Beim Betreten der Wohnung fanden Polizisten eine bewusstlose Frau mit mehreren Gesichtsverletzungen vor. Auch an ihrem Hals wurde eine tiefe Wunde festgestellt. Die Frau war bereits tot, als die Rettungskräfte eintrafen.
Im Zimmer des Verdächtigen wurde im Zuge der ersten Ermittlungen ein Küchenmesser gefunden. Eine Autopsie soll nun die genaue Todesursache und die Umstände des Todes klären. Die Staatsanwaltschaft Créteil teilt mit, dass der Fall zum jetzigen Zeitpunkt rechtlich als Tötung eines Elternteils eingestuft wird.
Der festgenommene Mann befindet sich in Untersuchungshaft. Sein Alter sowie das seines Bruders und des Opfers wurden nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen, die der Kriminalpolizei anvertraut wurden, müssen insbesondere den genauen Tathergang und die mögliche Rolle des Verdächtigen klären, der bis zu seiner Verurteilung als unschuldig gilt.
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