Ein 45-jähriger französischer Musiker wurde am 10. August an der Mautstelle La Turbie in der Region Alpes-Maritimes festgenommen, als er auf der Autobahn A8 in Richtung Italien unterwegs war. Bei der Kontrolle seines Citroën C5 Aircross entdeckten Zollbeamte zwei versteckte Fächer unter dem Fußraum der Beifahrerseite. Diese enthielten 38,380 Kilogramm Kokain mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von über 1,1 Millionen Euro.
Bei einer Durchsuchung seines Hauses in der Region Doubs wurden außerdem knapp 90.000 € Bargeld, vier Schusswaffen der Kategorien B und C sowie eine große Menge Munition sichergestellt. Der Verdächtige, verheiratet und Vater von vier Kindern, war bisher nicht polizeilich bekannt. Er ist als Violinist bekannt und besuchte mehrere Konservatorien, bevor er gelegentlich mit dem Orchester Victor-Hugo Bourgogne-Franche-Comté auftrat.
Der Angeklagte räumt ein, die Rolle eines Drogenkuriers angenommen zu haben.
Während seiner Anhörung gestand der Mann in seinen Vierzigern, Drogen gegen eine versprochene Zahlung von 20.000 € transportiert zu haben. Er gab an, den Auftrag von Bekannten erhalten zu haben, die er während einer Reise nach Albanien kennengelernt hatte. Er beteuert jedoch, nicht zu wissen, wer den Auftrag erteilt habe, und besteht darauf, nicht unter Zwang gehandelt zu haben. Das in seiner Wohnung gefundene Geld sei ein Geschenk seines Vaters gewesen.
Der Musiker erklärte, er sei Sportschütze und besitze einige seiner Waffen legal, räumte aber ein, dass einige nicht registriert seien. Diese Angaben müssen von den Ermittlern überprüft werden. Nachdem er um eine Verschiebung des Verfahrens zur Vorbereitung seiner Verteidigung gebeten hatte, wurde er in Untersuchungshaft genommen. Am 9. Oktober wird er wegen Drogen-, Waffen- und Munitionsbesitzes sowie Geldwäsche angeklagt. Bis zum Prozess gilt die Unschuldsvermutung.
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