Im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Tod von Claude Jean-Pierre, der sich nach einer Verkehrskontrolle im Jahr 2020 ereignete, wurden zwei Gendarmen wegen Totschlags angeklagt. Die beiden Beamten, die bisher als Zeugen mit Beistand galten, wurden vor diesem neuen juristischen Schritt in Guadeloupe vernommen.
Der 67-jährige Claude Jean-Pierre wurde in Deshaies wegen unsicherer Fahrweise angehalten. Nachdem er aus seinem Fahrzeug geborgen worden war, brach er zusammen und wurde ins Universitätsklinikum Pointe-à-Pitre gebracht. Dort verstarb er einige Tage später.
Die Umstände der Verhaftung wurden untersucht
Die teilweise Veröffentlichung von Überwachungskameraaufnahmen im Jahr 2021 löste im Archipel Empörung aus. Die Aufnahmen zeigten, wie Soldaten einen Mann in seinen Sechzigern abrupt aus seinem Auto zerrten, bevor sein Kopf gegen einen Teil des Fahrzeuginnenraums schlug. Laut Staatsanwaltschaft waren auf den Bildern keine absichtlichen Schläge erkennbar.
Die Untersuchung muss klären, ob die bei der Festnahme angewandte Methode angemessen war und ob sie zum Tod beigetragen hat. Die Staatsanwaltschaft hatte im Februar 2023 die Einstellung des Verfahrens beantragt, doch es wurden anschließend weitere Ermittlungsschritte eingeleitet. Die beiden beteiligten Gendarmen wurden inzwischen aus Guadeloupe versetzt.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.