Acht Monate vor der Präsidentschaftswahl führt Marine Le Pen laut einer Elabe-Umfrage für BFMTV und La Tribune Dimanche deutlich in den Umfragen zur ersten Runde und würde auch in allen simulierten Szenarien der zweiten Runde gewinnen . Édouard Philippe scheint jedoch ihr stärkster Konkurrent zu sein.
Im ersten Wahlgang würde Marine Le Pen je nach Szenario zwischen 34 % und 35,5 % der Stimmen erhalten. Édouard Philippe käme als einziger Kandidat der Mitte-Rechts-Partei auf 17 % bis 20,5 %. Damit läge er vor Jean-Luc Mélenchon, dem 14 % bis 14,5 % zugeschrieben werden. Die gleichzeitige Kandidatur von Gabriel Attal würde das Mitte-Rechts-Lager jedoch deutlich schwächen: Philippe würde auf 14,5 % fallen und damit gleichauf mit dem Vorsitzenden von La France Insoumise liegen, während Attals Stimmenanteil sogar auf 6,5 % sinken könnte.
Glucksmann holt auf, Le Pen ist der Favorit in der zweiten Runde.
Auf der linken Seite profitiert Raphaël Glucksmann nach Bekanntgabe seiner Kandidatur von einem Aufschwung und erreicht Werte zwischen 11,5 % und 14 %. Er schneidet deutlich besser ab als François Hollande mit 7,5 % bis 8 % und Olivier Faure mit rund 3,5 %. Marine Tondelier schwankt zwischen 3 % und 4 %, François Ruffin kommt auf 6 %, während Bruno Retailleau je nach Beteiligung von Édouard Philippe zwischen 6,5 % und 9,5 % erzielt.
In der zweiten Runde würde Marine Le Pen in allen getesteten Szenarien gewinnen. Sie würde Jean-Luc Mélenchon mit 69,5 % zu 30,5 % deutlich schlagen und auch gegen Raphaël Glucksmann oder Gabriel Attal mit 57 % zu 43 % gewinnen. Am knappsten käme es gegen Édouard Philippe: 52,5 % für Marine Le Pen gegenüber 47,5 % für den Kandidaten von Horizons.
Zum jetzigen Zeitpunkt zeichnet die Umfrage ein sehr günstiges Bild für Marine Le Pen, während der Hauptkampf offenbar um den zweiten Platz stattfindet. Édouard Philippe liegt weiterhin vorn, doch die Zersplitterung der Kandidaten der Mitte könnte Jean-Luc Mélenchon oder Raphaël Glucksmann zugutekommen. Die Umfrage wurde vom 26. bis 28. August unter 1.501 Personen durchgeführt, die Fehlermarge liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.
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