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Marokko hat nach Aufrufen in den sozialen Medien mehr als hundert Migranten in der Nähe von Ceuta abgefangen.

Marokko hat nach Aufrufen in den sozialen Medien mehr als hundert Migranten in der Nähe von Ceuta abgefangen.
Marokko hat nach Aufrufen in den sozialen Medien mehr als hundert Migranten in der Nähe von Ceuta abgefangen.

Die marokkanischen Behörden nahmen am Samstag in der Nähe von Fnideq 111 Personen fest, nachdem in den sozialen Medien Nachrichten kursierten, die zu einem weiteren Massenversuch aufriefen, in die spanische Exklave Ceuta einzudringen.

Laut spanischen Medien und Reuters wurden am Samstag in und um die Stadt Fnideq, etwa drei Kilometer von der Grenze zu Ceuta entfernt, 111 Migranten festgenommen. Die meisten der Festgenommenen stammten aus Subsahara-Afrika.

Die marokkanische Polizei, darunter auch Beamte in Schutzausrüstung, setzte Tränengas ein, um Migrantengruppen in den nahegelegenen Hügeln aufzulösen. Bereits am Vormittag waren Armee, Patrouillenboote der Marine und Drohnen an der Grenze im Einsatz.

Diese Operation erfolgte zwei Wochen, nachdem rund 78.000 Migranten innerhalb weniger Stunden über das Meer die Enklave erreicht hatten. Laut Angaben des Bürgermeisters kamen dabei 100 Menschen ums Leben. Spanien und Marokko hatten daraufhin ihre Sicherheitsmaßnahmen in der Region verstärkt.

Rabat hatte Anfang der Woche gewarnt, man überwache die Verbreitung von Beiträgen und Nachrichten in sozialen Medien unbekannter Herkunft, die zu einer Massenüberquerung am kommenden Samstag aufriefen, und drohte mit der Strafverfolgung von Organisatoren und Teilnehmern. Die spanische Tageszeitung El País berichtete, die Sicherheitsvorkehrungen am Zugangsdeich seien „zehnmal verstärkt im Vergleich zum Vortag“.

Madrid hat seinerseits mehr als 1.500 Sicherheitskräfte mobilisiert, um das Gebiet zu patrouillieren, zusätzlich zu einem Metallzaun und einer schwimmenden Barriere, die Anfang der Woche installiert wurden.

Die Krise, die Ende Juli begann, hat Spannungen zwischen mehreren EU-Mitgliedstaaten des Schengen-Raums verursacht. Italien setzte sein Schengen-Abkommen mit Spanien mit Unterstützung Finnlands und Dänemarks aus, während die Tschechische Republik die vorübergehende Aussetzung der Mitgliedschaft Madrids im System forderte, obwohl Ministerpräsident Pedro Sánchez darauf hinwies, dass Ceuta nicht zum Schengen-Raum gehört.

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