Forscher des Kroatischen Konservierungsinstituts haben die Entdeckung einer beispiellosen Menge Gold auf einem Schiffswrack im gesamten Mittelmeer bekannt gegeben. Das Wrack wurde vor der kroatischen Küste auf den Überresten eines byzantinischen Schiffes ausgegraben.
Goldmünzen, Ringe und Ohrringe, verziert mit Edelsteinen
Das Schiffswrack barg Goldmünzen, mit Rubinen, Smaragden und Perlen verzierte Schnallen sowie einen goldenen Siegelring mit dem Porträt eines byzantinischen Kaisers. Laut Pavle Dugonjic vom Kroatischen Institut für Konservierung wiegt das geborgene Gold insgesamt über 450 Gramm – eine außergewöhnliche Menge für diese Art von Unterwasserfundstätte.
Igor Miholjeck, ebenfalls vom Institut, beschreibt diesen Fund als die größte Goldmenge, die jemals in einem Schiffswrack im gesamten Mittelmeerraum gefunden wurde – ein Fund, der den außergewöhnlichen Wert der Ladung dieses Schiffes unterstreicht.
Ein Zeuge des Untergangs des Oströmischen Reiches
Für den Archäologen Justin Leidwanger von der Stanford University ist diese Stätte ein entscheidender Ausgangspunkt, um das Ende des späten Römischen Reiches und seinen Übergang in die mittelalterliche Welt zu verstehen. Insbesondere wirft sie Licht darauf, wie das Mittelmeer durch seine Seewege beherrscht wurde, wie diese Netzwerke zerfielen und wie das Byzantinische Reich schließlich unterging.
Die Forschungen an diesem Wrack werden fortgesetzt. Die Archäologen hoffen weiterhin, die genaue Datierung des Schiffswracks sowie die Identität des Kaisers, der auf dem unter den Überresten gefundenen Siegelring abgebildet ist, zu präzisieren.
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