Wenige Tage vor Beginn des akademischen Jahres haben Tausende junger Menschen, die sich für Ausbildungsprogramme eingeschrieben haben, noch immer keinen Arbeitgeber gefunden. Angesichts dieser Situation appelliert die Staatssekretärin für Berufsbildung, Sabrina Roubache, an die Wirtschaftsführer, mehr Auszubildende einzustellen.
Die Ministerin versichert, dass die Finanzierung von Ausbildungsplätzen gesichert sei, um Arbeitgebern mehr Transparenz zu gewährleisten. Sie räumt jedoch ein, dass die öffentlichen Zuschüsse für große Unternehmen gesunken sind. Diese erhalten nun 2.000 € pro Vertrag, im Vergleich zu zuvor 5.000 €.
Kleine Unternehmen blieben von dieser Kürzung verschont, und weitere Kürzungen der Hilfen sind nicht geplant, versichert Sabrina Roubache. Die Regierung strebt somit ein Gleichgewicht an zwischen der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung für Arbeitgeber und der Reduzierung eines Modells, das die öffentlichen Finanzen stark belastet.
Die Jugendarbeitslosigkeit steigt wieder stark an
Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen im zweiten Quartal 21,6 % erreichte. Sie stieg innerhalb von drei Monaten um 0,4 Prozentpunkte und im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozentpunkte. Diese Zahlen bestärken die Befürchtungen, dass junge Menschen ihre Ausbildungsplätze verlieren könnten, weil sie keinen Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen abgeschlossen haben.
Um den Zugang zu Ausbildungsplätzen in ländlichen Gebieten zu erleichtern, plant die Regierung ein Sozialleasingprogramm, das Zugang zu Fahrzeugen ohne Führerscheinpflicht ermöglicht. Zusätzlich sollen weitere Plätze in Internaten geschaffen werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Transport- und Wohnprobleme zu verringern, die manche junge Menschen davon abhalten, Verträge fernab von zu Hause anzunehmen.
Sabrina Roubache möchte außerdem, dass der öffentliche Dienst mehr Auszubildende einstellt. Im Oktober findet ein Nationaler Reformrat statt, der sich mit der Attraktivität beruflicher Ausbildungsprogramme befassen soll. Die Regierung beabsichtigt, die Ausbildungsprogramme stärker an den wirtschaftlichen Bedürfnissen auszurichten, da derzeit über 400.000 Stellen unbesetzt sind und bis 2036 voraussichtlich 600.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Bereich der persönlichen Dienstleistungen entstehen werden.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.