Am 11. August veröffentlichte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ihren Bericht „Globale Jugendbeschäftigungstrends 2026: Zurück in die Zukunft“. Die Ergebnisse sind alarmierend: Prognosen zufolge werden im Jahr 2025 67 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren arbeitslos sein. Noch besorgniserregender ist, dass 257 Millionen Menschen dieser Altersgruppe weder einer Beschäftigung noch einer Ausbildung nachgehen. Das verlangsamte globale Wirtschaftswachstum, die schwache Schaffung neuer Arbeitsplätze, geopolitische Spannungen und der technologische Wandel beeinträchtigen die Beschäftigungsaussichten dieser Generation nachhaltig.
Verschwinden von Einsteigermodellen
Die UN-Organisation ist besonders besorgt über das allmähliche Verschwinden von Einstiegsjobs in den Industrieländern. Dieser Rückgang betrifft junge Menschen, die erste Berufserfahrung sammeln möchten, unmittelbar. Auch Frankreich ist von diesem Trend betroffen: Die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen liegt landesweit bei 21,6 Prozent. Veränderungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz beschleunigen den Wegfall dieser Arbeitsplätze, die traditionell den Zugang neuer Generationen zum Arbeitsmarkt ermöglichten.
Experten der ILO betonen, dass diese Schwierigkeiten auf ein Zusammenspiel struktureller und konjunktureller Faktoren zurückzuführen sind. Die Automatisierung verändert grundlegend die Chancen für Berufseinsteiger. Junge Menschen geraten in einen Konflikt zwischen stetig steigenden Qualifikationsanforderungen und einem Arbeitsmarkt, der mehr zugängliche Arbeitsplätze vernichtet als schafft.
Gemeinschaft
Bemerkungen
Schreiben Sie eine Rezension
Sei der Erste, der diesen Artikel kommentiert.