In der Nacht von Montag auf Dienstag brach in Alata, einer Stadt nahe Ajaccio, ein Buschbrand aus, während für Südkorsika eine Unwetterwarnung der Stufe Orange galt. Vermutlich wurde das Feuer durch eine Stromleitung verursacht, die von heftigen Windböen umgerissen wurde, und nicht, wie zunächst berichtet, durch einen Blitzschlag.
Die Flammen verbrannten etwa neun Hektar Land, ohne jedoch Wohnhäuser direkt zu bedrohen. Trotz der Anordnung, in ihren Häusern zu bleiben, verließen fast 200 Menschen spontan das Wohngebiet Castagnola. Gegen 3:45 Uhr kehrten die Bewohner in ihre Häuser zurück.
Zur Bekämpfung der Flammen wurden erhebliche Ressourcen mobilisiert.
Am Dienstagmorgen waren noch 62 Feuerwehrleute im Einsatz. Zwei Löschflugzeuge und zwei Hubschrauber wurden eingesetzt, um den Brandherd und verschiedene Glutnester zu bekämpfen. Das Feuer galt als unter Kontrolle, obwohl in dem Gebiet noch glimmende Glutnester vorhanden waren.
Das Château de la Punta, ein historisches Denkmal aus dem späten 19. Jahrhundert, dessen Steine aus dem Tuilerienpalast stammen, war nicht unmittelbar bedroht. Die Präfektur stellte klar, dass das Feuer nicht in unmittelbarer Nähe des Gebäudes mit Blick auf den Golf von Ajaccio ausgebrochen war.
Vierhundert Haushalte ohne Strom
Der Stromausfall betraf rund 400 Kunden. EDF installiert Generatoren, um die Stromversorgung schrittweise wiederherzustellen. Priorität hat dabei die Wiederbefüllung der Pumpe am städtischen Wasserreservoir, das für die Wasserversorgung der Feuerwehr unerlässlich ist.
Météo-France hatte Windböen zwischen 100 und 110 Kilometern pro Stunde vorhergesagt, mit Spitzenwerten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Das Feuer ist Teil eines besonders heftigen Sturmsystems, das über mehrere Départements in Südfrankreich hinwegfegte. Im Département Aude richtete ein Tornado in Pomas erhebliche Schäden an und verletzte Dutzende Menschen.
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