SFR bestätigte am Donnerstag, den 20. August, dass das Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs geworden war, bei dem die persönlichen Daten einiger Glasfaserkunden offengelegt wurden. Der Vorfall, der am 2. Juli von den Sicherheitsteams des Betreibers entdeckt wurde, ermöglichte vorübergehenden Zugriff auf verschiedene Informationen im Zusammenhang mit den betroffenen Leitungen. Die genaue Anzahl der betroffenen Kunden wurde nicht bekannt gegeben.
Die Hacker haben möglicherweise Namen, Postanschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Abonnenten erlangt. SFR versichert jedoch, dass Passwörter und Bankdaten bei dem Angriff nicht kompromittiert wurden. Die ersten Benachrichtigungsschreiben wurden ab Mitte August an die Betroffenen versandt.
Ein zielgerichtetes Verbindungsmanagement-Tool
Der Cyberangriff zielte auf ein Tool zur Verwaltung und Analyse von Glasfasernetzverbindungen ab. Der Zugang zum betroffenen Bereich wurde nach Entdeckung des Vorfalls umgehend gesperrt und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wurden ergriffen. SFR meldete den Datenverstoß zudem der französischen Datenschutzbehörde (CNIL) und erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.
Betroffene Abonnenten sollten nun besonders wachsam gegenüber betrügerischen E-Mails, Anrufen oder Nachrichten sein, die die gestohlenen Daten verwenden könnten. Dieser Angriff erfolgte zwei Jahre nach einem früheren Datenleck bei SFR, bei dem die Bankdaten einiger Kunden kompromittiert wurden. Er ist Teil eines wachsenden Trends von Cyberangriffen, die sowohl private Unternehmen als auch französische Regierungsbehörden ins Visier nehmen.
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