Eine im Geheimen betriebene Suchmaschine ermöglicht den Zugriff auf private Informationen von Millionen Franzosen, die durch Hacking erlangt wurden, mit wenigen Klicks.

Searcher legt die persönlichen Daten von Millionen Franzosen kostenlos offen.
Searcher legt die persönlichen Daten von Millionen Franzosen kostenlos offen.

Searcher, das Anfang Juni online ging, erlangte nach einer Recherche von FranceInfo große öffentliche Aufmerksamkeit. Diese illegale Suchmaschine bietet freien Zugriff auf die persönlichen Daten von Millionen französischer Bürger. Das Tool zentralisiert 1,2 Milliarden Datensätze, die durch Cyberangriffe auf Unternehmen und Institutionen erbeutet wurden. E-Mails, Telefonnummern, Postadressen, IBANs: All diese sensiblen Informationen sind für jeden Internetnutzer innerhalb von Sekunden zugänglich.

Eine junge Designerin im Fadenkreuz der Justiz

Der mutmaßliche Gründer dieser Plattform, ein 18-jähriger Junge namens Zalco, sieht sich nun einem Strafverfahren gegenüber. Anne Le Hénanff erstattete Anzeige gemäß Artikel 40 der Strafprozessordnung, der Behörden zur Meldung bekannt gewordener Straftaten verpflichtet. Die Nutzung von Searcher wirft erhebliche Rechtsfragen auf. Laut Rechtsexperten stellt der Zugriff auf diese Datenbanken eine Straftat dar und kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Eine große Bedrohung für die nationale Cybersicherheit

Dieser Fall offenbart eine besorgniserregende Lücke im Schutz personenbezogener Daten auf nationaler Ebene. Die freie und einfache Verfügbarkeit solch sensibler Informationen öffnet Tür und Tor für kriminelle Zwecke: Identitätsdiebstahl, gezieltes Phishing und Erpressung. Cybersicherheitsexperten sind alarmiert über die Macht dieses Werkzeugs und die Gefahren, die es für die Sicherheit der französischen Bürger birgt. Die Behörden stehen nun vor einer großen technologischen und rechtlichen Herausforderung.

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