Die Website des kenianischen Präsidenten wurde Opfer eines Cyberangriffs und war daher vorübergehend nicht erreichbar. Mehrere lokale Medien berichteten, dass die Hacker ein Lösegeld von fünf Bitcoins, umgerechnet etwa 280.000 Euro, gefordert hätten. Kritische Botschaften gegen Präsident William Ruto erschienen demnach kurzzeitig auf der Startseite, bevor das offizielle Portal abgeschaltet wurde.
In einer Erklärung bestätigte der kenianische Informationsminister William Kabogo Gitau einen „Vorfall“, der die vorübergehende Sperrung des Zugangs zur Website erforderlich machte, um Eindämmungs-, Analyse- und Wiederherstellungsmaßnahmen durchzuführen. Die Behörden betonen jedoch, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass sensible Daten kompromittiert oder abgegriffen wurden.
Cyberkriminalität nimmt zu.
Laut kenianischen Medien drohten die Angreifer mit der Veröffentlichung nicht näher genannter Informationen, falls ihre finanziellen Forderungen nicht erfüllt würden. Die Regierung hat diese Behauptungen nicht bestätigt und versichert, dass die wichtigsten digitalen Systeme des Staates weiterhin sicher und voll funktionsfähig seien.
Dieser Angriff erfolgt inmitten eines starken Anstiegs der Cyberkriminalität in Afrika. Im Juni 2025 warnte Interpol vor einem drastischen Anstieg von Cyberangriffen in West- und Ostafrika; allein in Kenia und Südafrika wurden Tausende von Angriffsversuchen registriert. Mehrere öffentliche Infrastrukturen, darunter Regierungsbehörden und strategische Organisationen, waren in den letzten Monaten bereits Ziel von Angriffen, was die wachsenden Herausforderungen für die Cybersicherheit afrikanischer Staaten verdeutlicht.
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