GESUNDHEIT Öffentliches Gesundheitswesen

Betrug im Gesundheitswesen: Ein Bericht fordert verstärkte Kontrollen von Angehörigen der Gesundheitsberufe

Betrug im Gesundheitswesen: Ein Bericht fordert verstärkte Kontrollen von Angehörigen der Gesundheitsberufe
Betrug im Gesundheitswesen: Ein Bericht fordert verstärkte Kontrollen von Angehörigen der Gesundheitsberufe

Laut einem gemeinsamen Bericht der Generalinspektion für Finanzen und der Generalinspektion für Soziales sollten Krankenversicherungen ihre Prüfungen stärker auf Angehörige der Gesundheitsberufe ausrichten. Die Autoren sind der Ansicht, dass diese Verlagerung die Effektivität der Betrugsbekämpfung verbessern würde, ohne die Überwachung der Versicherten zu vernachlässigen.

Im Jahr 2025 entfielen 73,5 % der aufgedeckten und gestoppten 723 Millionen Euro auf Betrugsfälle, die von selbstständigen Gesundheitsfachkräften oder Personen begangen wurden, die sich als solche ausgaben. Betrugsfälle, die Privatpersonen zuzuschreiben waren, machten etwa 16 % dieser Summe aus, der Rest stammte aus Gesundheitseinrichtungen. Allerdings betrafen 30 % der bearbeiteten Fälle Verluste von unter 1.000 Euro, die hauptsächlich Versicherte betrafen.

Drei Prozent der Fälle machen 60 % des Schadens aus.

Der Bericht hebt hervor, dass ein kleiner Teil der Fälle den Großteil der veruntreuten Gelder ausmacht. Lediglich 3 % der Fälle, zumeist mit Beteiligung von Freiberuflern, verursachen 60 % der Gesamtverluste. Die Prüfungen empfehlen daher eine bessere Priorisierung der Ermittlungen und eine vereinfachte Anwendung von Geldstrafen gegen Freiberufler, die des Betrugs für schuldig befunden wurden.

Gesundheitseinrichtungen, insbesondere Zahn- und Augenkliniken, werden voraussichtlich 2025 mit 138 Millionen Euro die Hauptquelle für aufgedeckten Betrug sein. Es folgen Hörgeräteakustiker (86 Millionen Euro), Anbieter von Krankentransporten (62 Millionen Euro) und Pflegekräfte (60 Millionen Euro). Der Bericht empfiehlt außerdem, die Sicherheit von Zahlungssystemen Dritter zu verbessern, insbesondere durch eine Verschärfung der Pflicht zur Vorlage der nationalen Krankenversicherungskarte (Carte Vitale).

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