Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot bezeichnete die jüngsten Äußerungen Itamar Ben-Gvirs zum Gaza-Krieg als „unerträglich und unmenschlich“. Der israelische Minister für Nationale Sicherheit hatte gefordert, jede Nacht Dutzende von Attentaten in dem palästinensischen Gebiet durchzuführen. Er hatte behauptet, die Ziele müssten nicht unbedingt eine unmittelbare Bedrohung darstellen.
Jean-Noël Barrot verurteilte ebenfalls die Lage im Westjordanland, die von erneuter Gewalt israelischer Siedler geprägt ist. Frankreich hat Itamar Ben Gvir bereits am 23. Mai die Einreise verboten. Diese Maßnahme erfolgte nach der Veröffentlichung von Bildern, die Aktivisten der Gaza-Flottille mit gefesselten Händen kniend zeigten.
Berlin verurteilt auch die Äußerungen des Ministers.
Die deutsche Regierung verurteilte die Äußerungen von Itamar Ben-Gvir ebenfalls aufs Schärfste. Berlin hält sie für unmenschlich und völkerrechtswidrig. Der israelische Minister hatte insbesondere empfohlen, jede Nacht Dutzende Menschen im Gazastreifen zu töten und dabei entmenschlichende Aussagen über sie gemacht.
Paris hat weitere Sanktionen gegen israelische Siedler, die an den Gewalttaten im Westjordanland beteiligt sind, nicht ausgeschlossen. Auch dem israelischen Minister Bezalel Smotrich wurde seit dem 9. Juni die Einreise nach Frankreich verweigert, da er die Annexion des Westjordanlandes und die Wiedererrichtung von Siedlungen im Gazastreifen unterstützt. Jean-Noël Barrot betonte, dass angesichts der anhaltenden Gewalt alle Optionen weiterhin geprüft würden.
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