Jean Dujardin würdigte Nicolas Altmayer, den langjährigen Produzenten zahlreicher seiner größten Erfolge, der im Alter von 61 Jahren zusammen mit seiner Partnerin Mathilde Favier bei einem Autounfall ums Leben kam, mit besonders bewegenden Worten. Der Schauspieler sprach über den Mann, der ihm über zwanzig Jahre lang zur Seite gestanden hatte, von „ Brice de Nice“ bis „OSS 117“ , und kondolierte auch Éric Altmayer, dem Bruder und Geschäftspartner des Produzenten.
Über 20 Jahre gemeinsames Filmemachen
Der plötzliche Tod von Nicolas Altmayer hat Jean Dujardin tief getroffen. Der Produzent hatte mit dem Schauspieler an mehreren wegweisenden Filmen seiner Karriere zusammengearbeitet, angefangen mit „Brice de Nice“ (2005), der zu einer seiner bekanntesten Rollen wurde. Die Zusammenarbeit setzte sich mit Hubert Bonisseur de La Bath fort, dem Geheimagenten, den Jean Dujardin in „OSS 117: Kairo – Nest der Spione“ (2006) und anschließend in „OSS 117: Verloren in Rio“ (2009) verkörperte. Diese beiden Filme trugen maßgeblich dazu bei, Jean Dujardin als einen der führenden Schauspieler des französischen Kinos zu etablieren. Nicolas Altmayer produzierte diese Filme zusammen mit seinem Bruder Éric bei Mandarin. Im Laufe der Jahre ging die Beziehung zwischen dem Produzenten und Jean Dujardin weit über das berufliche Umfeld hinaus.
„Nicolas. Mein Produzent, mein Freund.“
Auf Instagram wandte sich Jean Dujardin direkt an Nicolas Altmayer. Er erinnerte sich an ihre gemeinsamen Filme, ihre Rollen und vor allem an die Erinnerungen, die sie über all die Jahre gesammelt hatten. Der Schauspieler schrieb:
„Nicolas. Mein Produzent, mein Freund. Danke, dass du all die Jahre an meiner Seite warst, von Brice de Nice bis OSS 117. Dieser Idiot Hubert Bonisseur de La Bath, den du auf der Leinwand neu erfinden wolltest und der dich so oft zum Lachen brachte … Ich verdanke dir alles. Ich werde deinen Witz, deine Bescheidenheit, deine Integrität, deine Professionalität und deinen tiefen Einblick in die Welt der Filme immer in Ehren halten. Ich denke natürlich an Éric, deinen Bruder, deinen Partner, deine bessere Hälfte. Durch all die Filme, die Mandarin Production produziert hat, werden wir dein Andenken bewahren. Du gehst nicht, du bist hier. Auf Wiedersehen, Nicolas! In Liebe. Jean“
In dieser Nachricht hebt Jean Dujardin die Rolle hervor, die Nicolas Altmayer bei der filmischen Wiederbelebung von Hubert Bonisseur de La Bath spielte. Mit OSS 117: Kairo – Nest der Spione wurde die von Jean Bruce geschaffene Figur in einer Spionagekomödie mit Jean Dujardin in der Hauptrolle und unter der Regie von Michel Hazanavicius völlig neu interpretiert.
Nicolas Altmayer und Mathilde Favier bei einem Verkehrsunfall getötet
Nicolas Altmayer starb am Montag, dem 17. August, bei einem Unfall in Airvault, Deux-Sèvres. Er befand sich mit seiner Partnerin Mathilde Favier, einer prominenten Persönlichkeit der Modewelt und PR-Direktorin von Dior, in einem Auto. Beide kamen bei dem Zusammenstoß ums Leben. Das Fahrzeug kollidierte auf der Departementsstraße 938 mit einem Lkw. Die genauen Umstände des Unfalls werden in einer Untersuchung geklärt. Nicolas Altmayer war 61 Jahre alt, Mathilde Favier 57.
De Brice de Nice à Monsieur Aznavoureine lange Karriere als Produzent
Zusammen mit seinem Bruder Éric hatte Nicolas Altmayer eine der bedeutendsten Filmografien der französischen Filmproduktion der letzten Jahrzehnte aufgebaut. Die beiden Männer hatten unter anderem folgende Filme produziert: Brice de Nicedie ersten beiden OSS 117, Die Ritter des Himmels, Das Schmuckstück, Jung und schön, Gott sei Dank, Sommer 85, Mon Crime oder Monsieur AznavourNicolas Altmayer hatte Franck Gastambide seitdem ebenfalls begleitet. Die Kaïravor der Produktion insbesondere Pattaya, Taxi 5, MedellínDie Serie validiert et The CageSein Tod hat in der französischen Filmwelt zahlreiche Würdigungen ausgelöst. Für Jean Dujardin bedeutet er vor allem den Verlust eines Mannes, der ihm seit einer entscheidenden Phase seiner Karriere zur Seite stand. "Du gehst nicht, du bist hier."„Der Schauspieler schrieb ihm. Eine Art, ihn daran zu erinnern, dass Nicolas Altmayer durch die Filme, die sie zusammen gedreht haben, weiterleben wird.“